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Unternehmensnachrichten

"Drastischer Preisverfall" drückt Gewinn von Wintershall Dea

Euro currency bills are pictured at the Croatian National Bank in Zagreb, Croatia, May 21, 2019. Picture taken May 21, 2019. REUTERS/Antonio Bronic

Frankfurt (Reuters) - Sinkende Öl- und Gaspreise haben Wintershall Dea einen Gewinneinbruch eingebrockt.

“Das vergangene Quartal war ohne Zweifel eines der herausforderndsten für unsere Branche seit langem”, sagte Vorstandschef Mario Mehren am Mittwoch. Der Betriebsgewinn (Ebitdax) fiel im zweiten Quartal auf 254 Millionen Euro nach 683 Millionen vor Jahresfrist. Wintershall Dea begründete das mit einem “drastischen Preisverfall”. Das bereinigte Nettoergebnis schrumpfte auf 90 von 330 Millionen Euro. Die Produktion hielt Wintershall Dea mit 606.000 Barrel Öläquivalent (BOE) pro Tag nahezu stabil. Die Produktionskosten sanken auf 3,5 (Vorjahreszeitraum: 4,1) Dollar pro BOE.

Die für 2020 geplanten Ziele des Unternehmens sieht Mehren trotz des Gegenwinds auf Kurs. In dem Gas-Projekt Dvalin in Norwegen habe Wintershall Dea die Bohrungen erfolgreich abgeschlossen und die Produktion solle planmäßig um den Jahreswechsel aufgenommen werden. Achimov 4A und 5A in Russland und Raven in Ägypten würden Anfang nächsten Jahres folgen. “So werden wir auch in Zukunft sicher durch die unsicheren Zeiten der Pandemie kommen.”

Wintershall Dea war im vergangenen Jahr aus dem Zusammenschluss der BASF-Tochter Wintershall mit dem Rivalen Dea hervorgegangen. Dadurch entstand Europas größter Gas- und Ölproduzent. BASF hält an dem Gemeinschaftsunternehmen 67 Prozent, die Investorengruppe LetterOne 33 Prozent. Eine mehr als 800 Millionen Euro schwere Abschreibung auf die Beteiligung hatte BASF im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gedrückt. Der eigentlich für dieses Jahr geplanten Börsengang des Öl- und Gaskonzerns, der wegen der Corona-Krise abgeblasen wurde, soll nun wohl erst 2021 erfolgen.

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