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Unternehmensnachrichten

FDP - BaFin sollte nach Wirecard-Skandal nicht mehr Befugnisse erhalten

The logo of Germany's Federal Financial Supervisory Authority BaFin (Bundesanstalt fuer Finanzdienstleistungsaufsicht) is pictured outside of an office building of the BaFin in Bonn, Germany, April 15, 2019. REUTERS/Wolfgang Rattay

Berlin (Reuters) - Die FDP fordert als Konsequenz aus dem Wirecard-Bilanzskandal, die Aufsichtsbehörde BaFin nicht mit weiteren Aufgaben zu betrauen.

“So ein Patzer darf nicht passieren”, sagte der FDP-Fraktionsvize im Bundestag, Christian Dürr, am Donnerstag. Das Finanzministerium müsse nachsteuern. Zum Beispiel sollten Pläne auf Eis gelegt werden, 98.000 Finanzvermittler künftig von der BaFin kontrollieren zu lassen statt bisher vor allem von Industrie- und Handelskammern. Das könne die Bonner Behörde überfordern. Im Falle von Wirecard habe es über Jahre Hinweise gegeben. “Das darf nicht passieren. Das schadet dem Vertrauen.”

Weil 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz fehlen, meldete der Zahlungsabwickler Wirecard am Donnerstag Insolvenz an. Die Aktie des Dax-Unternehmens stürzte erneut ab. BaFin-Chef Felix Hufeld muss den Abgeordneten im Bundestag-Finanzausschuss kommende Woche Rede und Antwort dazu stehen. Er hat bereits Fehler eingeräumt. Was mit Wirecard passiere, sei ein “Desaster”.

“Der Imageschaden für den deutschen Finanzstandort ist schon jetzt immens”, kritisierte die finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Lisa Paus. “Es ist unverständlich, warum die BaFin nicht schon viel früher aktiv geworden ist und längst eine Sonderprüfung veranlasst hat, statt kritische Stimmen zu ignorieren.”

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