for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up
Unternehmensnachrichten

Wirecard vor Verkauf von britischer Tochter an Rivalen

The headquarters of Wirecard AG, an independent provider of outsourcing and white label solutions for electronic payment transactions is seen in Aschheim near Munich, Germany, July 22, 2020. REUTERS/Michael Dalder

Frankfurt/München (Reuters) - Der insolvente Zahlungsabwickler Wirecard steht offenbar vor dem Verkauf eines Teils seines Geschäfts in Großbritannien.

Die Wirecard Card Solutions, die vor allem Zahlungen für FinTech-Unternehmen abwickelt, bestätigte am Freitag Gespräche mit dem Konkurrenten Railsbank Technology. Verträge seien aber noch nicht unterzeichnet. Es wäre der erste Verkauf eines Unternehmensteils nach der spektakulären Pleite von Wirecard Ende Juni. Die Londoner Tagsszeitung “The Times” berichtete, Railsbank werde die Kartentechnologie sowie Kunden und Mitarbeiter übernehmen. Das übrige Großbritannien-Geschäft solle abgewickelt werden. Wirecard und Insolvenzverwalter Michael Jaffe wollten sich zunächst nicht dazu äußern.

Die “Times” zitierte Railsbank-Chef und -Gründer Nigel Verdon mit den Worten, er wolle den Kunden etwas Sicherheit geben und den Ruf seiner Firma nutzen, um das verlorene Vertrauen in den ganzen Payment-Sektor wieder herzustellen.

Die britische Wirecard Card Solutions bietet unter anderem Kreditkarten für Privat- und Geschäftskunden an. Zudem werden über ihre Plattformen Online-Transaktionen abgewickelt (Processing) und abgerechnet (Acquiring). Die britische Aufsichtsbehörde FCA hatte dem Unternehmen nach der Insolvenz der Mutter zeitweise den Geschäftsbetrieb untersagt. Kunden können aber inzwischen wieder auf ihr Geld zugreifen.

for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up