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Wirtschaftsnachrichten

Jahresbericht - Wirtschaftsdaten im Osten "gut, aber nicht gut genug"

Euro currency bills are pictured at the Croatian National Bank in Zagreb, Croatia, May 21, 2019. Picture taken May 21, 2019. REUTERS/Antonio Bronic

Berlin (Reuters) - Die Wirtschaftsdaten im Osten Deutschlands sind 30 Jahre nach der Wiedervereinigung “gut, aber noch nicht gut genug”.

Eine vollständige Angleichung werde durch die ländlichere Prägung beziehungsweise die geringere Bedeutung von Ballungsräumen erschwert, heißt es im Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit, der am Mittwoch im Kabinett behandelt wird. Es fehlten im Osten Konzernzentralen und große Mittelständler. Inklusive Berlin habe die durchschnittliche Wirtschaftskraft der neuen Länder 2019 bei 79,1 Prozent des gesamtdeutschen Durchschnitts gelegen.

In dem 280 Seiten starken Bericht wird auf größere Unterschiede einzelner Regionen verwiesen. Die Stadtregion Leipzig lag demnach zuletzt nur noch ganz knapp unter dem europäischen Durchschnitt, Mecklenburg-Vorpommern dagegen nur bei 84 Prozent. “Die ostdeutschen Regionen verfügen damit über eine Wirtschaftskraft, die beispielsweise mit der in vielen französischen Regionen vergleichbar ist und deutlich höher liegt als beispielsweise in Polen.”

Aber: “Auch 30 Jahre nach dem Fall der Mauer hat noch kein Flächenland der neuen Bundesländer das Niveau des westdeutschen Landes mit der niedrigsten Wirtschaftskraft erreicht. Selbst Berlin erreicht 2019 noch nicht die Wirtschaftskraft der westdeutschen Länder.” Die längerfristigen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Unterschiede in Deutschland sind dem Bericht zufolge noch nicht genau absehbar.

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