May 10, 2019 / 10:34 AM / in 17 days

Fusionierter Gasekonzern Linde hebt Prognose leicht an

Linde Group logo is seen at a company building in Munich-Pullach, Germany August 16, 2016. REUTERS/Michaela Rehle/File Photo

München (Reuters) - Der weltgrößte Industriegasekonzern Linde plc soll gleich im ersten Jahr stärker von seiner Fusion profitieren.

Das aus der amerikanischen Praxair und der Münchner Linde AG entstandene Unternehmen schraubte die Gewinnprognose am Freitag trotz einer schwächelnden Konjunktur und negativer Wechselkurseffekte nach oben: Das Ergebnis soll in diesem Jahr um neun bis 13 Prozent auf bis zu sieben (2018: 6,19) Dollar je Aktie steigen, bisher hatte Linde acht bis zwölf Prozent in Aussicht gestellt. Die Synergieeffekte aus der Zusammenführung der beiden Unternehmen fielen größer aus als bisher gedacht, hieß es in einer Präsentation zu den Zahlen des ersten Quartals.

Positiv wirkt sich auch die veränderte Kapitalstruktur aus: Mit einem milliardenschweren Aktienrückkauf sinkt die Zahl der Papiere, was den Gewinn je Aktie nach oben treibt. Die Linde-Aktie legte um 2,3 Prozent auf 156,20 Euro zu.

Der ehemalige Praxair-Chef Steve Angel, der den fusionierten Konzern aus Danbury im US-Bundesstaat Connecticut führt, zeigte sich zufrieden. Das neue Unternehmen habe seit dem Vollzug der Fusion am 1. März einen guten Start erlebt, erklärte er. “Ich erwarte, dass wir diesen Schwung mitnehmen und die Qualität des Geschäfts unabhängig vom wirtschaftlichen Umfeld weiter verbessern können.”

In den ersten drei Monaten des Jahres wurden die Umsätze und Gewinne von den bilanziellen Folgen des Zusammenschlusses und von Währungseffekten geprägt. Der fusionierte Konzern legt seine Zahlen in Dollar vor, der Währung, in der auch der Großteil des Geschäfts abgewickelt wird. Wegen der zum Euro und den meisten anderen Währungen anziehenden US-Währung trat Linde beim Umsatz mit 6,91 (2018: 6,94) Milliarden Dollar auf der Stelle. Ohne die Wechselkurseffekte hätte der Umsatz dank Preiserhöhungen und größerer Verkaufsmengen um fünf Prozent zugelegt. Auf das Jahr hochgerechnet, geht Linde davon aus, dass die Wecchselkurse das Geschäft mit drei Prozent belastet. Die Münchner Linde AG hatte stets von einem starken Dollar profitiert.

Der operative Gewinn der Linde plc lag - bereinigt um die Bilanzeffekte der Fusion und die von den Wettbewerbshütern erzwungenen Verkäufe - mit 1,22 (1,21) Milliarden Dollar leicht über Vorjahr. Währungsbereinigt wäre das Ergebnis sieben Prozent besser ausgefallen als ein Jahr zuvor. Der Nettogewinn stieg um elf Prozent auf 927 Millionen Dollar.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below