March 4, 2008 / 2:23 PM / 12 years ago

Euro behauptet sich über 1,52 Dollar

Frankfurt (Reuters) - Mit Kursen über 1,52 Dollar hat sich der Euro am Dienstag auf hohem Niveau behauptet. Warnungen vor einer Überbewertung der Gemeinschaftswährung bremsten den Euro kaum.

Die EZB legte den Referenzkurs mit 1,5206 (Vortag 1,5203) Dollar so hoch wie noch nie zuvor fest. Allerdings kam der Euro an sein am Vortag aufgestelltes Allzeithoch von 1,5275 Dollar zunächst nicht wieder heran. “Charttechnisch ist der Euro derzeit gut unterstützt”, sagte eine Analystin. “Und auch von fundamentaler Seite ist nicht mit einer nachhaltigen Wende zu rechnen.”

Die im Wochenverlauf anstehenden US-Konjunkturdaten - darunter am Freitag die monatliche Arbeitsmarktstatistik - dürften nach Einschätzung von Börsianern die Schwierigkeiten der weltgrößten Volkswirtschaft bestätigen. “Rezessionsängste bleiben präsent”, stellten die Helaba-Analysten in ihrem Tageskommentar fest. Dies werde den Euro auf hohem Niveau halten.

Der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, hält den Euro für überbewertet. Allerdings werde der Wechselkurs vor allem durch die Schwäche des Dollar bestimmt, sagte Juncker, der am Vorabend nach einem Treffen der Finanzminister der Euro-Zone Besorgnis über den hohen Euro-Kurs geäußert hatte. Der Wechselkurs spiegele nicht die wirtschaftlichen Fundamentaldaten. Im Anschluss an das Treffen mit den Finanzministern hatte Juncker am Vorabend erklärt: “Heute sagen wir zum ersten Mal, dass wir angesichts der gegenwärtigen Umstände besorgt wegen exzessiver Kursbewegungen sind.”

Nach Einschätzungen von Analysten kommen die Aussagen noch nicht ganz an eine verbale Intervention heran. “Herr Juncker ist schließlich nicht Herr Trichet”, sagte ein Analyst. “Offenbar fangen sie an, sich Sorgen über den Euro zu machen, aber sie sind sehr vorsichtig.” Die EZB wird am Donnerstag über den Leitzins in der Euro-Zone entscheiden. Analysten gehen von unveränderten Zinsen aus, warten aber mit Spannung auf die Pressekonferenz von EZB-Chef Jean-Claude Trichet im Anschluss an die Entscheidung. “Herr Trichet wird die Formulierung der EZB nicht wesentlich ändern”, sagte DZ-Bank-Devisenanalystin Sandra Striffler. “Er wird erklären, dass übermäßige Schwankungen der Wechselkurse nicht erwünscht sind.”

Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) stieg der Euro auf 1,5215 Dollar von 1,5190 Dollar am Vortag. Am Rentenmarkt gab die Stimmung am Aktienmarkt die Richtung vor. Mit der Wiederaufnahme des Abwärtstrend beim Dax zog der Bund-Future an. Am Nachmittag notierte er mit 117,57 Punkten elf Ticks im Plus. Die von der Bundesbank täglich errechnete Umlaufrendite stieg leicht auf 3,74 (3,72) Prozent. Der Rex-Rentenindex stieg um 0,2 Prozent auf 119,100 Punkte.

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