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Inlandsnachrichten

SPD ermahnt Union bei Leiharbeit zur Vertragstreue

A worker puts parts together at PIKO's model railway factory in the eastern German town of Sonneberg October 9, 2014. The small town fell into crisis when East and West Germany reunified but an influx of new firms has helped its economy grow more than fourfold since then and it now has the lowest unemployment rate in eastern Germany. Picture taken October 9. To match Insight GERMANY-WALL/ECONOMY REUTERS/Michelle Martin (GERMANY - Tags: BUSINESS SOCIETY) - RTR4CL15

Berlin (Reuters) - Die SPD hat ihren Koalitionspartner Union ermahnt, auch bei Gegenwind aus der Wirtschaft bei Gesetzesvorhaben zu einmal getroffenen Vereinbarungen zu stehen.

“Wir erwarten von der Union, dass sie auch in der zweiten Halbzeit vertragstreu ist”, sagte SPD-Vizechef Thorsten Schäfer-Gümbel der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Dienstag veröffentlichten Interview. “Da bin ich mit Blick auf die aktuelle Debatte bei Leiharbeit und Werkverträgen nicht ganz sicher. Ich kann die Union nur eindringlich davor warnen, davon abzurücken.”

Spitzenverbände der Wirtschaft, aber auch Politiker von CDU und CSU hatten zum Teil empört auf einen ersten Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) reagiert. Damit will Nahles die Leiharbeit auf 18 Monate begrenzen und nach neun Monaten im selben Betrieb die Gleichstellung beim Lohn mit den Stammbelegschaften vorschreiben. Dies hatten Union und SPD vor zwei Jahren im Koalitionsvertrag vereinbart. Union und Wirtschaft stoßen sich vor allem an Detailvorschlägen, mit denen Nahles einen Missbrauch von Werkverträgen bekämpfen will. “Wir werden die Frage der Ordnung am Arbeitsmarkt nicht hintanstellen”, sagte Schäfer-Gümbel.

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