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Wirtschaftsnachrichten

Kreise: Neue Vorschläge im Streit über Islands Rückzahlungen

Amsterdam/Reykjavik (Reuters) - Im Streit um die Rückzahlung ausländischer Sparguthaben haben Großbritannien und die Niederlande Kreisen zufolge Island neue Vorschläge unterbreitet.

Die Pläne sollten den Inselstaat im Nordatlantik davor bewahren, ein politisch riskantes Referendum zu dem Thema abhalten zu müssen, sagte eine mit der Situation vertraute Person Reuters am Freitag. Kernpunkt der Vorschläge sei ein gleitender Zinssatz bei der Rückzahlung der rund 3,5 Milliarden Euro an Sparer aus EU-Ländern.

Andere Bestandteile aus einer Vereinbarung im Oktober würden beibehalten, darunter die Begleichung aller Schulden sowie eine siebenjährige Schonfrist. Die Vorschläge seien so ausgelegt, dass damit die vorherrschenden Sorgen der isländischen Regierung zerstreut würden, sagte die informierte Person weiter: “Das ist ein Angebot, das sie nicht ausschlagen können.”

Die isländische Bevölkerung sollte am 6. März in einem Referendum über die Rückzahlung der Einlagen an Sparer aus Großbritannien und den Niederlanden entscheiden. Umfragen zufolge lehnen die Isländer das Gesetz mehrheitlich ab. Der Präsident des Inselstaates, Olafur Grimsson, hatte zuletzt sein Veto gegen das Gesetz eingelegt und somit ein Referendum nötig gemacht. Eine Zurückweisung könnte Hilfszahlungen des Internationalen Währungsfonds verzögern und den geplanten EU-Beitritt des Landes gefährden. Aus EU-Kreisen hatte es am Dienstag indes geheißen, die EU-Kommission wolle kommende Woche die Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit Island empfehlen. Der Inselstaat war im Zuge der Finanzkrise in Schieflage geraten und musste seine Banken verstaatlichen.

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