July 1, 2013 / 5:34 AM / 7 years ago

Proteste in Ägypten schlagen in Gewalt um - Sieben Tote

A protester opposing Egyptian President Mohamed Mursi holds an anti-Mursi poster during a sit-in protest at Tahrir Square in Cairo July 1, 2013. Egypt was locked in a tense standoff on Monday after millions of protesters swarmed into the streets to demand the resignation of Mursi and militants set the ruling Muslim Brotherhood's headquarters on fire. REUTERS/Suhaib Salem (EGYPT - Tags: POLITICS CIVIL UNREST) - RTX1189X

Kairo (Reuters) - Die bislang größten Proteste in Ägypten seit dem Sturz des früheren Präsidenten Husni Mubarak sind teilweise in Gewalt umgeschlagen.

Mindestens sieben Menschen seien dabei getötet worden, hieß es in der Nacht zum Montag in Sicherheitskreisen und von Ärzten. Weitere 600 Personen seien bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften verletzt worden.

Ein Brennpunkt der Konfrontation war die Kairoer Parteizentrale der Muslim-Brüder, die Präsident Mohammed Mursi nahestehen. Den Angaben zufolge starben dort zwei Menschen durch Gewehrfeuer. Mursi-Gegner versuchten, das Gebäude zu stürmen und setzen es teilweise in Brand. Wachen und Muslim-Brüder feuerten aus dem Gebäude. Fünf weitere Personen kamen in Städten südlich von Kairo um.

Landesweit waren am Sonntag mehr als eine Million Menschen auf die Straßen gegangen, um am ersten Jahrestag seines Amtsantritts den Rücktritt des Islamisten Mursi zu fordern. Aus Kreisen der Armee hieß es sogar, es könnten bis zu 14 Millionen Menschen an den Protesten teilgenommen haben. Diese Zahl erscheint allerdings unverhältnismäßig hoch.

Allein auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo versammelten sich mehr als eine halbe Million Menschen. Viele harrten auch die Nacht über dort aus.

Die säkulare Opposition wirft Mursi und den islamistischen Muslimbrüdern vor, die Ideale der Revolution von 2011 zu verraten und einen ähnlich autoritären Staat wie unter Mursis Vorgänger Mubarak anzustreben.

Mursi betonte unterdessen, an seinem Amt festhalten zu wollen und bot erneut an, die islamistisch geprägte Verfassung des Landes zu überarbeiten. Diese war Ende vergangenen Jahres per Volksabstimmung in Kraft gesetzt worden. Die Kritik reißt seither allerdings nicht ab.

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