October 19, 2018 / 8:04 AM / a month ago

Europäer setzen mit Asien-Gipfel Zeichen gegen Trump

ASEM leaders pose for a group photo at a summit in Brussels, Belgium October 19, 2018. REUTERS/Yves Herman

Brüssel (Reuters) - Spitzenpolitiker aus Europa und Asien haben angesichts der weltpolitischen Alleingänge der USA auf einem Gipfel den Schulterschluss demonstrieren.

Was Europa und Asien vereinbaren, habe nicht nur Folgen für die beiden Kontinente, sondern auch für den gesamten Globus, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Freitag zum Abschluss des Treffens in Brüssel. “Zusammen sind wir eine Weltmacht.” Auf dem Gipfel sei es gelungen, das Gewicht in konkrete Politik umzumünzen. Vereinbart worden seien Kooperationen bei Themen wie der Digitalisierung und der Bekämpfung des Klimawandels. Von dem Treffen geht nach Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel ein wichtiges Signal für den regelbasierten Welthandel aus.

Auf dem zweitägigen Gipfel kamen Vertreter von mehr als 50 Staaten aus Europa und Asien zusammen, unter anderem der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang und sein japanischer Kollege Shinzo Abe. Von europäischer Seite waren neben Merkel der französische Präsident Emmanuel Macron und die britische Premierministerin Theresa May mit von der Partie. Europa und Asien stehen zusammen für 60 Prozent der Weltbevölkerung und zwei Drittel der globalen Wirtschaftskraft.

Das unausgesprochene Ziel der Europäer ist es, zusammen mit aufstrebenden asiatischen Ländern ein Gegengewicht zu den USA zu bilden. US-Präsident Donald Trump treibt seit seinem Amtsantritt den Rückzug des Landes von der internationalen Bühne voran. Gleichzeitig trat er Handelskonflikte mit der EU und China los.

Während des Gipfels wurde ein Handelsabkommen mit Singapur unterzeichnet. Die Verhandlungen mit dem Stadtstaat waren zwar seit vier Jahren abgeschlossen. Wegen des zähen Ringens um andere Freihandelsbündnisse wie etwa Ceta mit Kanada mussten die Asiaten aber warten. Der Singapur-Pakt muss noch vom Europarlament abgesegnet werden und soll nächstes Jahr inkraft treten.

Merkel begrüßt die Unterzeichnung: “Wir können hier ein Zeichen setzen, dass es in der Welt darum geht, Win-Win- Situationen zu schaffen.” Sie traf Delegationskreisen zufolge am Rande des Gipfels mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li, dem russischen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew sowie dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In zu bilateralen Gesprächen zusammen.

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