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Altmaier zurückhaltend bei Forderungen nach noch höheren EU-Klimazielen

FILE PHOTO: German Economy Minister Peter Altmaier speaks to the media prior to a news conference at the eve of an informal video meeting of European Energy Ministers, in Berlin, Germany, October 5, 2020. Markus Schreiber/Pool via REUTERS

Berlin/Brüssel (Reuters) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich skeptisch zu Forderungen nach immer höheren Klimazielen geäußert.

Wenn es irgendwelche Möglichkeiten gebe, Entwicklungen zu beschleunigen, sollte man das tun, sagte er zwar zum Auftakt des informellen EU-Energieministerrats am Dienstag in Berlin. “Aber ich halte es auch für richtig, dass wir das sehr ehrgeizige Ziel der EU-Kommission für Klimaneutralität bis spätestens 2050 unterstützen und nicht nur darüber diskutieren, was es vielleicht noch geben könnte.” Wichtig sei es jetzt in der EU zu klären, welche kontinuierliche Schritte bis 2050 zu gehen seien. Man könne nicht alle Schritte in den Jahren unmittelbar vor 2050 gehen. Der Energiesektor hat den größten Anteil am CO2-Ausstoß in der EU.

Die EU will bis 2050 praktisch kein CO2 mehr in die Atmosphäre abgeben - also klimaneutral werden. Als Zwischenziel hat die Kommission bis 2030 eine Treibhausgas-Reduktion von mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 vorgeschlagen. Bisher waren es 40 Prozent. Deutschland, das die Ratspräsidentschaft bis Ende des Jahre innehat, unterstützt dies. Es gibt aber Skepsis gerade in einigen osteuropäischen Ländern wie Polen, die stark von der Kohle als Energieträger abhängen.

Auf der anderen Seite müssen sich Kommission und Staaten auch mit dem EU-Parlament verständigen. Der Umweltausschuss hat dort für ein Ziel von 60 Prozent bis 2030 gestimmt. An diesem Dienstag will das gesamte Parlament seine Position zum 2030-Ziel festlegen.

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