April 20, 2015 / 3:48 PM / 5 years ago

De Maiziere - EU plant Verdopplung der Maßnahmen zur Seenotrettung

Armed Forces of Malta personnel in protective clothing carry the body of a dead immigrant off the Italian coastguard ship Bruno Gregoretti as surviving migrants watch in Senglea, in Valletta's Grand Harbour April 20, 2015. The Italian patrol ship arrived in Malta on Monday with 24 corpses recovered out of hundreds feared drowned after a migrant boat capsized in the Mediterranean, in one of the worst disasters yet in a growing humanitarian crisis. The death toll from Sunday's shipwreck off the coast of Libya was uncertain after officials said there had been at least 700 people on board, some reportedly locked in the hold. REUTERS/Darrin Zammit Lupi MALTA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN MALTA

Brüssel (Reuters) - Die EU-Kommission schlägt nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere eine Verdopplung der Maßnahmen zur Seenotrettung vor, um Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer zu verhindern.

“Wir würden das unterstützen”, sagte de Maiziere am Montag nach Beratungen der EU-Außen- und Innenminister in Luxemburg. Bei dem Treffen legte die Kommission nach Angaben demnach einen Zehn-Punkte-Plan vor. Die Aufstockung betreffe sowohl die Zahl der Schiffe als auch Geld für den seit November laufenden EU-Einsatz Triton, der seinen Schwerpunkt vor der italienischen Küste hat.

Zudem regte die Brüsseler Behörde nach Angaben de Maizieres an, aus dem Einsatz der EU vor der somalischen Küste im Kampf gegen Piraten zu lernen. So könnten Boote zerstört werden, die zur Überfahrt von Flüchtlingen über das Mittelmeer genutzt würden. Eine solche Maßnahme müsse schnell, aber sorgsam überlegt werden, sagte der Minister. Die EU-Kommission wolle zudem in einem Pilotprojekt 5000 Flüchtlinge über die EU verteilen. Daran werde sich Deutschland beteiligen, auch wenn das Projekt auf 10.000 Menschen ausgedehnt werden sollte. De Maiziere sagte zudem, dass er im Namen der Bundesregierung Italien und Griechenland Hilfe bei der Erstaufnahme von Flüchtlingen angeboten habe.

EU-Ratspräsident Donald Tusk rief für Donnerstag einen Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs zu dem Thema in Brüssel ein. Am Sonntag hatte sich erneut eine Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer ereignet. Dabei starben nach Angaben der Bundesregierung beim Untergang eines Bootes vor der libyschen Küste bis zu 950 Menschen.[ID:nL5N0XH319]

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