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Inlandsnachrichten

Auch Bundesregierung lehnt jährliche Fischquoten-Verhandlung mit London ab

The plenary hall of the German lower house of parliament (Bundestag) at the Reichstag building is pictured during exploratory talks about forming a new coalition government in Berlin, Germany, January 12, 2018. REUTERS/Hannibal Hanschke

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung lehnt wie andere EU-Staaten die von Großbritannien geforderte jährliche Verhandlung von Fangquoten für EU-Fischer in britischen Gewässern ab.

Damit gebe man Fischern keine planbaren Perspektiven, hieß es am Mittwoch in deutschen Regierungskreisen. Auf dem am Donnerstag beginnenden zweitägigen EU-Gipfel würden sich die 27 EU-Staats- und Regierungschefs nach einer Unterrichtung von EU-Chefunterhändler Michel Barnier vor allem mit möglichen Szenarien befassen. Dabei warnte die Bundesregierung auch vor Maximalforderungen von einigen EU-Regierungen. Allen sei klar, dass ein No Deal bedeuten würde, dass überhaupt keine EU-Fischer mehr in britischen Gewässern fischen könnten. Die britische Regierung habe klar gemacht, dass sie Verhandlungsspielraum sehe, die Fangquoten für EU-Fischer aber nach dem britischen EU-Austritt sinken müssten.

In deutschen Regierungskreisen wurde zudem auf den Zeitdruck verwiesen, weil nach einer Einigung der EU mit Großbritannien auch noch eine Ratifizierung des Vertrages über die künftigen Beziehungen anstünden. Ein Sondergipfel sei nicht geplant. Großbritannien ist bereits aus der EU ausgeschieden. Bis Ende des Jahres ist das Land aber in einer Übergangsphase noch Mitglied im EU-Binnenmarkt. Die Gespräche über ein künftiges Handelsabkommen befinden sich in der Schlussphase.

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