July 13, 2018 / 9:46 AM / 8 days ago

EU-Kommission - Juncker litt bei Nato-Gipfel unter Ischias

Berlin/Brüssel (Reuters) - Die Gehprobleme von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker beim Nato-Gipfel gehen nach Angaben der Brüsseler Behörde auf eine Ischias-Attacke zurück.

European Commission President Jean-Claude Juncker arrives for the second day of a NATO summit in Brussels, Belgium, July 12, 2018. Tatyana Zenkovich/Pool via REUTERS

Juncker habe bei der Nato einen besonders schmerzhaften Ischias-Schub mit Krämpfen gehabt, sagte ein Kommissionssprecher am Freitag. Der Luxemburger habe schon vorher auf Rückenprobleme verwiesen, die ihm das Gehen erschwerten. Er nehme Medikamente, und es gehe im wieder besser. Bereits am Donnerstag habe der 63-jährige wieder das volle Programm absolviert. Am 25. Juli verhandelt Juncker für die EU in Washington mit der US-Regierung über den aktuellen Handelskonflikt.

Juncker hatte am Mittwoch auf dem Nato-Gipfel vor dem gemeinsamen Essen der Staats- und Regierungschefs geschwankt und musste von mehreren Kollegen gestützt werden. Er musste zudem in einem Rollstuhl geschoben werden. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte, der zu Junckers Stützen gehörte, sagte dem belgischen Sender VRT: “Soweit ich weiß, hat er keine ernsthaften Gesundheitsprobleme, aber er leidet seit einer Weile unter einem Rückenproblem.” Auch bei seiner Teilnahme an den Gesprächen von Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Meseberg vor wenigen Tagen hatte Juncker unter einer Ischias-Attacke gelitten.

In den sozialen Medien kursierte eine andere Begründung für den Auftritt. Die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch unterstellte Juncker auf Twitter ein Alkohol-Problem. Im Umfeld Junckers hieß es, es sei mehr als geschmacklos, mit verletzenden Überschriften Junckers Schmerzen auszunützen. Die Gesundheitsprobleme hinderten Juncker nicht daran, seine Funktion bis zum Ende der Amtszeit 2019 zu erfüllen, sagte der Kommissionssprecher. Der frühere Luxemburger Ministerpräsident hatte bereits erklärt, nicht für eine zweite Amtszeit anzutreten. In Berlin wollte sich Regierungssprecher Steffen Seibert nicht direkt zu dem Vorfall äußern, betonte aber, dass man “sehr hohes Vertrauen” in den Behörden-Chef habe.

Juncker zufolge gehen die Probleme auf einen schweren Autounfall 1989 zurück. Er habe danach drei Wochen im Koma gelegen und sechs Monate im Rollstuhl verbringen müssen, hatte er vor zwei Jahren der französischen Zeitung “Liberation” gesagt. Seit dem habe er manchmal Probleme mit seinem linken Bein und dem Gleichgewicht.

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