April 27, 2018 / 8:34 AM / in 3 months

Euro-Länder wollen Griechenland-Krise abhaken

Sofia (Reuters) - Die Euro-Finanzminister stellen nach acht Jahren die Weichen für ein Ende der Griechenland-Rettung.

A view of the cityscape of Athens, Greece, March 26, 2017. Picture taken March 26, 2017. REUTERS/Alkis Konstantinidis

Das Hilfsprogramm werde am 20. August auslaufen, womit die finanzielle Unterstützung für Hellas ende, sagte EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici am Freitag in Sofia. “Das wird die letzte Seite in der Geschichte der Euro-Krise. Wir sind Nahe an den Grexit (den Ausstieg Griechenlands aus dem Euro) gekommen, konnten ihn aber vermeiden.”

Seit 2010 musste Athen drei Mal gestützt werden - mit insgesamt 260 Milliarden Euro. Im Sommer will das Land das Kapitel beenden und sich erstmals wieder über den Kapitalmarkt finanzieren. Seit Beginn der Krise haben die europäischen Partner und der Internationale Währungsfonds im Gegenzug für Kredite teils einschneidende Sozialreformen gefordert, gegen die viele Griechen immer wieder auf die Straßen gegangen waren. Doch zahlt sich der harte Kurs langsam aus, etwa durch den zweiten Haushaltsüberschuss in Folge.

Der Bundesfinanzminister Olaf Scholz unterstützte die positive Einschätzung. Es war sein erster Auftritt im Kreis seiner Amtskollegen. “Es kann heute einen viel optimistischeren Blick auf Griechenland geben als vor ein paar Jahren”, sagte er. Dem französischen Finanzminister Bruno Le Maire zufolge hat Griechenland große Reformen unternommen. Die Regierung dort dürfe mit den Anstrengungen aber nicht nachlassen und müsse insbesondere die Privatisierungen vorantreiben.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen, wie der Schuldenberg abgebaut und verhindert werden kann, dass Griechenland ohne internationale Überwachung wieder Geld mit vollen Händen ausgibt. Die Euroländer müssen sich Gedanken machen, wie sie Athen nach Auslaufen des Hilfsprogramms kontrollieren können, sagte Moscovici. Es dürfe aber kein aufgezwängtes Programm sein. “Griechenland muss wieder ein normales Land der Eurozone werden.” Die Entscheidung über die nächsten Schritte solle idealerweise auf dem nächsten Eurogruppentreffen im Juni getroffen werden.

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