September 10, 2018 / 3:14 PM / 14 days ago

EU zieht positive Zwischenbilanz nach Handelstreffen mit USA

Brüssel/Peking (Reuters) - EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat nach einem Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer ein positives Fazit gezogen.

U.S. and European Union flags are pictured during the visit of Vice President Mike Pence to the European Commission headquarters in Brussels, Belgium February 20, 2017. REUTERS/Francois Lenoir

Die Unterredung in Brüssel sei vorwärtsgewandt gewesen, sagte Malmström am Montag. Es sei die erste Möglichkeit gewesen, die im Juli von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump vereinbarten Punkte und deren Umsetzung zur Lösung des Handelsstreits zu diskutieren. “Es bleibt noch viel Arbeit im Herbst”, fügte sie nach dem Gespräch mit Lighthizer hinzu. Die beiden wollen sich Ende des Monats erneut treffen.

Lighthizers Büro nannte das Gespräch konstruktiv. Im Oktober sollen Experten beider Seiten ausloten, in welchen Bereichen Zollhürden und andere Handelsbarrieren abgebaut werden können. Juncker war im Sommer nach Washington gereist, um nach höheren US-Zöllen auf Stahl und Aluminium ähnliche Strafabgaben auf Autos aus der EU abzuwenden. Beide Seiten einigten sich, vorerst auf solche Zölle zu verzichten. Zudem sollen Handelsbarrieren bei Industriegütern und Flüssiggas abgebaut werden. Zudem will die EU mehr US-Sojabohnen kaufen. Die Details sind allerdings noch offen.

Im Handelsstreit zwischen China und den USA zeichnet sich unterdessen keine Entspannung ab. Die Führung in Peking drohte mit Vergeltungsmaßnahmen für jeden weiteren Zollschritt der USA. Damit wolle die Volksrepublik ihre legitimen Interessen verteidigen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Der US-Präsident hatte jüngst Entschlossenheit signalisiert, praktisch sämtliche Einfuhren aus China mit Zöllen belegen zu lassen. Trump ist vor allem der chinesische Überschuss im Handel mit den USA ein Dorn im Auge. Er wirft der Führung in Peking unfaire Handelspraktiken vor. Die beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt haben sich seit Juli gegenseitig mit Zöllen überzogen. Betroffen sind Waren im Wert von jeweils 50 Milliarden Dollar.

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