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Wirtschaftsnachrichten

Markit-Umfrage - Erholung der Euro-Zone verlangsamt sich

FILE PHOTO: Euro currency bills are pictured at the Croatian National Bank in Zagreb, Croatia, May 21, 2019. REUTERS/Antonio Bronic

Berlin (Reuters) - Die Belebung der Wirtschaft in der Euro-Zone verliert überraschend an Fahrt.

Der Einkaufsmanagerindex, der die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern zusammenfasst, sank im August zum Vormonat um 3,3 auf 51,6 Punkte. Dies teilte das Markit-Institut am Freitag unter Berufung auf seine Umfrage unter Tausenden Unternehmen mit. Damit liegt das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer zwar noch über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Von Reuters befragte Ökonomen hatten allerdings erwartet, dass das Barometer auf dem Juli-Wert verharrt. “Der Eurozone-Aufschwung hat im August an Dynamik verloren, was zeigt, dass der Corona-Pandemie doch eine ausgeprägte Nachfrageschwäche anhaftet”, sagte Markit-Volkswirt Andrew Harker.

Geschadet hätten dem Aufschwung auch die wieder steigenden Infektionszahlen in vielen Eurozone-Ländern - “wobei vor allem der Servicesektor unter den neuerlichen Restriktionen litt”. Das Barometer für die Dienstleister fiel kräftig um 4,6 auf 50,1 Punkte, während der Index für die Industrie nur minimal um 0,1 auf 51,7 Zähler sank. “Die Eurozone steht am Scheideweg”, betonte Harker. Entweder beschleunige sich das Wachstum nach der anfänglichen Belebung bald wieder oder es gerate weiter ins Stocken. Dies hänge letztlich vor allem davon ab, “wie erfolgreich die Corona-Pandemie bekämpft werden kann und ob die Unternehmen und deren Kunden wieder die Zuversicht gewinnen”.

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