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Wirtschaftsnachrichten

Europas Einzelhandel im Corona-Tief - Umsatz sinkt gut elf Prozent

A person is seen inside an empty shopping mall during a partial lockdown in Leverkusen, Germany, March 20, 2020, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues. REUTERS/Thilo Schmuelgen

Brüssel/Berlin (Reuters) - Die Ausgangssperren wegen der Coronavirus-Pandemie schlagen bei den Einzelhändlern in der Euro-Zone mächtig ins Kontor.

Die Umsätze der Unternehmen sanken im März um 11,2 Prozent zum Vormonat und damit in Rekordtempo, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Dies war der größte Rückgang sei Beginn der Datenerhebung 1999. Im Februar hatte es noch ein Plus von 0,6 Prozent gegeben. Hamsterkäufe sorgten zwar bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren für ein Umsatzplus von fünf Prozent im März. Bei Waren außerhalb des Lebensmittelbereichs hingegen gab es ein Minus von gut 23 Prozent. Vor allem im Handel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen brachen die Erlöse um fast 39 Prozent ein. Die Ausgangs- und Kontaktsperren sowie Geschäftsschließungen im Zuge der Eindämmungsmaßnahmen dürften hier auch im April für große Löcher in den Kassen gesorgt haben.

Der Tankstellenumsatz fiel um rund 21 Prozent, da sich Kraftstoffe deutlich verbilligten. Bei pharmazeutischen und medizinischen Produkten gab es nur ein vergleichsweise geringes Minus von 0,5 Prozent. So dürften etwa Apotheken davon profitiert haben, dass sich die Verbraucher wegen der Virus-Krise mit Desinfektionsmittel und Schutzmasken eingedeckt haben. Der Versand- und Internethandel konnte seinen Umsatz im März um 2,6 Prozent steigern.

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