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Wirtschaftsnachrichten

Preise im Euro-Raum sinken weiter - EZB wohl vor Lockerungsschritt

Two Euro coins are seen at the Money Service Austria company's headquarters in Vienna, Austria, November 16, 2017. REUTERS/Leonhard Foeger

Berlin (Reuters) - Die Preise in der Euro-Zone sind im Oktober den dritten Monat in Folge gefallen und setzen die EZB zunehmend unter Handlungsdruck.

Die Inflationsrate lag bei minus 0,3 Prozent, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte und damit eine frühere Schätzzahl bestätigte. Hinter dem Rückgang standen insbesondere die Energiepreise, die zum Vorjahr um 8,2 Prozent nachgaben.

Auch im September hatte die Inflation bei minus 0,3 Prozent gelegen, nach minus 0,2 Prozent im August. Bei der Europäischen Zentralbank schrillen die Alarmglocken. Denn negative Inflationsraten sind nicht mit dem Ziel von Preisstabilität vereinbar, das die EZB bei einer Teuerungsrate von knapp zwei Prozent verortet. Diese Marke gilt als Idealwert für die Wirtschaft, da sie einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu einer Deflationszone bietet, in der fallende Preise eine Abwärtsspirale aus sinkenden Löhnen und Investitionszurückhaltung auslösen können. Die Volkswirte der EZB gehen derzeit davon aus, dass die Notenbank auch längerfristig ihr Inflationsziel nicht erreichen wird. Die Euro-Notenbank will ihre neuen Konjunktur- und Inflationsprognosen am 10. Dezember veröffentlichen.

Allgemein wird damit gerechnet, dass sie dann ihre Geldschleusen weiter öffnet. Dabei konzentriert sie sich voraussichtlich auf ihre Anleihenkäufe und Geldspritzen für die Banken als Hauptwerkzeuge. Das Pandemie-Anleihenprogramm PEPP und auch die gezielten mehrjährigen Liquiditätsspritzen (TLTROs) hätten ihre Wirksamkeit im derzeitigen Umfeld unter Beweis gestellt, sagte EZB-Chefin Christine Lagarde kürzlich. Beide könnten “dynamisch angepasst” werden.

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