April 23, 2018 / 8:21 AM / 5 months ago

Euro-Zone wächst laut Umfrage stabil - "Euro-Stärke belastet"

Berlin (Reuters) - Die Wirtschaft der Euro-Zone ist im April stabil gewachsen. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - hielt sich unverändert bei 55,2 Punkten.

The MV Maersk Mc-Kinney Moller, the world's biggest container ship, arrives at the harbour of Rotterdam August 16, 2013. The 55,000 tonne ship, named after the son of the founder of the oil and shipping group A.P. Moller-Maersk, has a length of 400 meters and cost $185 million. A.P. Moller-Maersk raised its annual profit forecast for the business on Friday, helped by tighter cost controls and lower fuel prices. Maersk shares jumped 6 percent to their highest in 1-1/2 years as investors welcomed a near-doubling of second-quarter earnings at container arm Maersk Line, which generates nearly half of group revenue and is helping counter weakness in the company's oil business. REUTERS/Michael Kooren (NETHERLANDS - Tags: MARITIME TRANSPORT)

Das Barometer blieb damit auf dem niedrigsten Wert seit Anfang 2017, hielt sich aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. “Nach dem fulminanten Jahresauftakt blieb die Euro-Zone im April auf gedämpftem Wachstumskurs”, sagte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson zu der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Forschungsinstituts unter rund 4000 Unternehmen. “Gleichwohl signalisiert er noch immer recht kräftiges Wachstum.”

Dass das Barometer von seinem Januar-Hoch nachgegeben hat, findet Williamson “weder überraschend noch alarmierend: Eine derart hohe Wachstumsrate wie damals ist selten von Dauer, nicht zuletzt weil das Angebot nicht mit der Nachfrage Schritt halten kann”. Geschadet hätten nicht nur die seit Monaten anhaltende Rekordverlängerung der Lieferzeiten für Materialien in der Industrie und der zunehmende Fachkräftemangel. “In Frankreich brachten die Streiks das Wachstum ins Trudeln – was in den nächsten Monaten auch noch so weitergehen könnte”, erklärte der Chefvolkswirt.

Klar sei jedoch auch, dass sich die Nachfrage abgeschwächt habe. “Negativ auf die Exporte ausgewirkt hat sich nicht zuletzt der starke Euro”, betonte Williamson. So registrierte die Industrie das schwächste Exportneugeschäft seit anderthalb Jahren. “Und da die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist auf den tiefsten Wert seit einem Jahr gesunken sind, sieht es ganz danach aus, dass sich die Abkühlung in den nächsten Monaten fortsetzten könnte.”

Die beiden größten Volkswirtschaft Deutschland und Frankreich gewannen gegen den Trend leicht an Schwung. In den übrigen von der Umfrage erfassten Ländern schwächte sich das Wachstum im Durchschnitt auf ein 18-Monatstief ab.

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