June 21, 2019 / 8:18 AM / in 5 months

Euro-Wirtschaft legt stärker zu - Deutsche Industrie bremst Talfahrt

FILE PHOTO: Duomo's cathedral and Porta Nuova's financial district are seen in Milan, Italy, May 16, 2018. REUTERS/Stefano Rellandin/File Photo

Berlin (Reuters) - Die Privatwirtschaft im Euro-Raum hat im Juni Fahrt aufgenommen.

Die deutsche Industrie bremste zugleich ihre Talfahrt. Der Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, stieg um 0,3 Punkte auf 52,1 Zähler, wie das Institut HIS Markit am Freitag unter Berufung auf vorläufige Daten seiner monatliche Firmen-Umfrage mitteilte. Das Barometer liegt nun wieder deutlicher über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Dies zeige, dass die Talsohle überwunden sein dürfte, sagte Chris Williamson, Chefvolkswirt bei IHS Markit. Allerdings dürfte das Wirtschaftswachstum mit knapp über 0,2 Prozent im zweiten Quartal eher gering ausfallen.

Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie stieg um 1,1 Zähler 45,4 Punkte. Es nähert sich damit wieder etwas der Wachstumsschwelle, signalisiert aber weiter ein Schrumpfen in dem wichtigen Sektor. Zugleich erhöhten die Dienstleister ihr Wachstumstempo. Markit-Ökonom Chris Williamson erwartet, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,2 bis 0,3 Prozent gewachsen sein dürfte.

Die Bundesbank sagt hingegen ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung voraus. Insgesamt bleibe die konjunkturelle Grundtendenz nach wie vor schwach. Ausschlaggebend hierfür sei der anhaltende Abschwung in der Industrie.[nL8N23O11J] Von Januar bis März hatte das Bruttoinlandsprodukt noch 0,4 Prozent zugelegt.[nL8N23P2JM].

Nach einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sind Mitarbeiter in Deutschland im internationalen Vergleich besonders teuer. Fast jedes zweite Industrieunternehmen in Deutschland sehe hohen Arbeitskosten als Geschäftsrisiko an. Auch der Fachkräftemangel trage dazu bei, dass der Investitionsstandort zunehmend unattraktiver werde.[nL8N23Q22R] Dieser wird laut einer Studie des Ifo-Instituts auch die Wachstumsraten in den nächsten 15 Jahren tendenziell deutlich drücken.[nL8N23S1G5]

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