December 15, 2017 / 8:43 AM / 4 months ago

Führungswechsel bei Airbus - Enders geht 2019

Berlin (Reuters) - Der europäische Flugzeughersteller Airbus tauscht nach wochenlangem Machtkampf seine Führungsetage aus.

Airbus Chief Executive Tom Enders attends a ceremony during the delivery of the new Airbus A380 aircraft to Singapore Airlines at the French headquarters of aircraft company Airbus in Colomiers near Toulouse, France, December 13, 2017. REUTERS/Regis Duvignau

Zunächst verlässt der Franzose Fabrice Bregier, der als Chief Operating Officer auch für das zivile Flugzeug-Geschäft zuständig ist, im Februar 2018 das Unternehmen, wie Airbus am Freitag mitteilte. Airbus-Chef Tom Enders geht dann nach Ablauf seiner Amtszeit im April 2019. Das Unternehmen wolle sicherstellen, dass die Übergabe geordnet ablaufe, erklärte Airbus. Ein Nachfolger für Enders solle im kommenden Jahr gesucht werden.

Bregier wird als Leiter des zivilen Flugzeug-Geschäfts von Guillaume Faury abgelöst, der derzeit die Hubschraubersparte leitet. Der 56-Jährige Bregier galt lange als möglicher Nachfolger für Enders. Zu seinen Verdiensten gehört die Lösung operativer Probleme bei der Nummer zwei auf dem weltweiten Flugzeugmarkt hinter Boeing. Doch seine Hoffnungen, Enders an der Spitze des Konzerns nachzufolgen, waren zusehends gesunken. Nun erklärte Bregier, er wolle sich nicht für den Spitzenposten bei Airbus bewerben und verlasse deswegen das Unternehmen. Insider sagten zuletzt, Bregier habe die französische Regierung gebeten, sich hinter ihn zu stellen, so wie das die deutsche Bundesregierung mit Enders gemacht habe. Doch die erhoffte Unterstützung sei ausgeblieben.

Ein Nachfolger für Enders soll laut Airbus sowohl innerhalb des Unternehmens als auch extern gesucht werden. Um Enders und Bregier rankten sich seit Tagen Gerüchte, sie könnten bald ausgetauscht werden. Enders führt Airbus seit 2012. Die beiden Top-Manager stehen wegen ihres Umgangs mit einer Korruptionsaffäre um den Verkauf von Flugzeugen unter Beschuss. Intern wird Enders vorgeworfen, er gehe zu aggressiv bei der Aufarbeitung der Affäre vor. Zugleich könnten die in der Sache ermittelnden Behörden in Frankreich und Großbritannien auf einen personellen Neuanfang drängen, bevor sie sich auf einen Vergleich mit Airbus einlassen.

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