January 7, 2014 / 10:09 AM / 4 years ago

Inflationsrate in Euro-Zone sinkt überraschend auf 0,8 Prozent

Brüssel (Reuters) - Die Sorge vor einer Deflation in der Euro-Zone erhält neue Nahrung.

Waren und Dienstleistungen kosteten im Dezember im Schnitt nur noch 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten damit gerechnet, dass die Teuerungsrate auf dem November-Niveau von 0,9 Prozent verharrt.

Im Oktober war sie mit 0,7 Prozent auf den niedrigsten Wert seit fast vier Jahren gefallen. Das löste Sorgen vor einem Preisverfall auf breiter Front aus, zumal die Unternehmen in Krisenstaaten wie Griechenland angesichts von Rezession und hoher Arbeitslosigkeit auch künftig kaum höhere Preise durchsetzen dürften. Die Europäischen Zentralbank (EZB) senkte auch deshalb ihren Leitzins im November auf das Rekordtief von 0,25 Prozent, um mit billigem Geld die Gefahr japanischer Verhältnisse erst gar nicht aufkommen zu lassen. Sie spricht bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Für 2014 rechnen die Währungshüter mit einer Teuerungsrate von 1,1 Prozent, die 2015 auf 1,3 Prozent steigen soll.

Überdurchschnittlich verteuerten sich im Dezember Lebensmittel, Alkohol und Tabak mit 1,8 Prozent, gefolgt von Dienstleistungen mit 1,0 Prozent. Dagegen stagnierten die Energiepreise im Vergleich zu November 2012, während sich Industriegüter um 0,2 Prozent verteuerten.

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