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Wirtschaftsnachrichten

EZB berät über Zinsen und Lage der Wirtschaft im Euro-Raum

A euro logo sculpture stands in front the headquarters of the European Central Bank (ECB) in Frankfurt October 26, 2014. Twenty five euro zone banks failed a landmark health check of their ability to withstand another economic crisis with a capital shortfall of 25 billion euros at the end of last year, the ECB said on Sunday. REUTERS/Ralph Orlowski (GERMANY - Tags: BUSINESS)

Frankfurt (Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) berät an diesem Vormittag auf ihrer Zinssitzung über die wirtschaftlichen Folgen der zweiten Pandemiewelle.

Experten erwarten überwiegend, dass EZB-Präsidentin Christine Lagarde und die anderen Ratsmitglieder keine neuen Hilfsprogramme beschließen werden. Es wird aber damit gerechnet, dass sie zumindest den Boden bereiten werden für mögliche weitere Stützungsschritte auf der Dezember-Sitzung. Denn angesichts stark steigender Infektionszahlen haben viele Euro-Länder - darunter auch Deutschland - erneut Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen, die auf der Wirtschaft lasten. Es besteht die Sorge, dass die nach wie vor fragile konjunkturelle Erholung dadurch ausgebremst wird.

Ökonomen zufolge dürfte bei neuen Hilfsmaßnahmen das große Pandemie-Programm PEPP im Blickpunkt stehen. Die Währungshüter hatten es im Juni um 600 Milliarden Euro auf 1,35 Billionen Euro erhöht und die Käufe bis Ende Juni 2021 verlängert. Aber auch die Einlagezinsen, die aktuell bei minus 0,5 Prozent liegen, könnten noch weiter gesenkt werden. Volkswirte erwarten dann aber zusätzliche Erleichterungen für Banken, die schon seit langem über die Strafzinsen klagen. Sollte die EZB wider Erwarten schon an diesem Donnerstag neue Stützungsschritte beschließen, rechnen Experten mit einem Kursrückgang des Euro.

Ihren Zinsbeschluss will die Europäische EZB um 13.45 Uhr veröffentlichen. Es wird erwartet, dass sie ihren Schlüsselzins zur Versorgung der Institute mit Geld bei 0,0 Prozent belassen wird. Um 14.30 Uhr wird sich Lagarde dann online der Presse stellen. Dabei dürfte sie nach den konjunkturellen und Inflations-Aussichten des Euro-Raums und nach dem gestiegenen Euro-Kurs gefragt werden. Zudem könnten die bislang ohne Einigung gebliebenen Brexit-Gespräche Thema werden.

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