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Studie - In Euro-Zone wird am liebsten bar bezahlt
November 24, 2017 / 3:34 PM / in 20 days

Studie - In Euro-Zone wird am liebsten bar bezahlt

Frankfurt (Reuters) - In der Euro-Zone bleibt Bargeld das mit Abstand meistgenutzte Zahlungsmittel. In der 19-Ländergemeinschaft wurden 2016 vier von fünf Einkäufen bar bezahlt, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht.

Euro coins are displayed in a shop in Brussels, Belgium November 14, 2017. REUTERS/Eric Vidal

“Trotz zahlreicher Artikel, die behaupten, dass die bargeldlose Gesellschaft vor der Tür steht, scheint die Nutzung von Bargeld am Einkaufspunkt noch immer in den meisten Euro-Ländern robust zu sein,” schrieben die Autoren. Nur rund 19 Prozent aller Einkäufe wurden 2016 mittels Karten bezahlt - zwei Prozent mit anderen Zahlungsmethoden wie etwa Schecks.

Besonders beliebt ist das Bezahlen mit Euro-Scheinen und Münzen nach wie vor in Deutschland, Österreich und Slowenien sowie in den südlichen Ländern des Währungsraums. Dort wurden im vergangenen Jahr 80 Prozent aller Einkäufe oder sogar mehr bar beglichen. Die Niederlande, Estland und Finnland sind laut Studie dagegen beim Bezahlen nicht so stark aufs Bargeld fixiert. In diesen Ländern wechselten lediglich bei 45 bis 54 Prozent aller Einkäufe Scheine und Münzen die Hände. Die EZB-Studie brachte noch weitere Unterschiede zutage: So neigen Männer offenbar eher dazu, bar zu zahlen als Frauen. Und bei Konsumenten über 40 Jahren ist die Bargeldnutzung größer als in jüngeren Altersgruppen.

Vor allem Waren des täglichen Bedarfs oder für Besuche in Restaurants, Bars und Cafes wurden bar bezahlt. Dabei lag die Summe überwiegend bei weniger als 25 Euro. Das kontaktlose Bezahlen könnte der Kartenzahlung aber einen Schub geben, schrieben die Autoren. Vor allem bei kleineren Einkäufen könnte sich das Bezahlverhalten ändern.

Im Durchschnitt trugen die Bürger 2016 im Währungsraum Bargeld in Höhe von 65 Euro bei sich. Deutschland war hier Spitzenreiter mit 103 Euro. Am anderen Ende standen die Portugiesen: Dort waren es lediglich 29 Euro.

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