July 23, 2020 / 3:54 PM / 18 days ago

EZB - Banken nicht genügend auf Referenzzins-Reform vorbereitet

The headquarter of the European Central Bank (ECB) is photographed during sunset, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues in Frankfurt, Germany, April 28, 2020. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Frankfurt (Reuters) - Die großen Geldhäuser der Euro-Zone sind aus Sicht der EZB nicht ausreichend auf die Einführung neuer Referenzzinsen am Geldmarkt vorbereitet.

Von solchen Zinssätzen hängen weltweit direkt oder indirekt Geschäfte im Volumen von vielen Billionen Euro ab. Zwar seien sich die Institute der mit den Veränderungen verbundenen Risiken bewusst, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mit. “Ihre Aktionspläne und, noch konkreter, die Entwicklung und Umsetzung von Eindämmungsschritten hinken generell dem Zeitplan hinterher,” mahnte sie. Die EZB hatte im zweiten Halbjahr 2019 eine Untersuchung gestartet, in wie weit sich die Institute auf die Reformen vorbereitet haben.

Die Euro-Notenbank veröffentlichte auch Empfehlungen, wie sich die Banken am besten für die Umstellung wappnen können. Mehrere Finanzskandale hatten in den vergangenen Jahren den Ruf von wichtigen Geldmarkt-Referenzzinsätzen wie dem Euribor-Satz schwer beschädigt. Daraufhin wurden Reformen angestoßen. Die EZB entwickelte einen kurzfristigen Referenzzins ESTR (Euro Short-Term Rate), der weniger anfällig für Manipulationen sein soll und als Ersatz für den bisherigen Eonia-Satz dient. Auch der längerfristige Euribor-Satz wurde umfassend überarbeitet. Für Finanzhäuser bedeutet das unter anderem, dass sie entsprechende Verträge und Produkte umstellen müssen, die noch die alten Sätze enthalten.

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