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Wirtschaftsnachrichten

EZB-Vize - Notenbank muss ihre Mittel gegen schwache Inflation einsetzen

FILE PHOTO: The headquarter of the European Central Bank (ECB) is photographed during sunset, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues in Frankfurt, Germany, April 28, 2020. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Frankfurt (Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) muss laut Vizepräsident Luis de Guindos die ihr zur Verfügung stehenden Instrumente zur Bekämpfung der krisenbedingt schwachen Inflationserwartungen einsetzen.

“Die Inflationserwartungen sind sehr verhalten als Folge der Pandemie und einiger spezieller Faktoren und wir müssen mit den uns verfügbaren Instrumenten handeln”, sagte der Stellvertreter von EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag auf einer Online-Veranstaltung der spanischen Zeitung “El Economista”.

Die langfristigen Inflationserwartungen sind im Zuge der Corona-Krise deutlich gesunken. Das für die EZB-Geldpolitik wichtige Barometer, der sogenannte Five-Year-Five-Year-Forward liegt derzeit lediglich bei 1,1590 Prozent. Der Wert bedeutet, dass Investoren erwarten, dass die Inflation ab 2025 über einen Zeitraum von fünf Jahren lediglich bei rund 1,16 Prozent liegen wird. Damit würde die Teuerung auch auf lange Sicht klar unterhalb der Zielmarke der EZB von knapp zwei Prozent bleiben, die sie für die Wirtschaft als ideal erachtet.

Die Teuerung im Euro-Raum war im September bereits den zweiten Monat in Folge ins Minus gerutscht. Die Verbraucherpreise sanken binnen Jahresfrist um 0,3 Prozent.

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