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Wirtschaftsnachrichten

Lagarde - Brexit und US-Wahl "geopolitische Risiken"

The European Central Bank (ECB) logo is pictured before a news conference on the outcome of the meeting of the Governing Council in Frankfurt, Germany, January 23, 2020. REUTERS/Ralph Orlowski

Frankfurt (Reuters) - EZB-Präsidentin Christine Lagarde hält den bevorstehenden endgültigen Brexit sowie den Ausgang der Wahlen in den USA für große geopolitische Risikofaktoren.

Es stehe der EZB zwar nicht an, den Wahl-Ausgang unter politischen Gesichtspunkten zu bewerten, sagte Lagarde am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz nach dem Zinsbeschluss. “Aber sie ist eindeutig ebenso wie der Ausgang der Brexit-Verhandlungen eines der beiden geopolitischen Risiken, die sich abzeichnen.” Der Ausgang der beiden Ereignisse werde richtungweisend sein.

In den USA stellt sich US-Präsident Donald Trump am Dienstag zur Wiederwahl. Er hatte die heimische Notenbank, aber auch die EZB mehrfach für ihre Zinspolitik kritisiert.[nL5N2634IL] In Umfragen liegt Trump hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden.

Zum Jahresende läuft nach Großbritanniens EU-Austritt die Übergangszeit aus, in der das Vereinigte Königreich noch EU-Regeln anwendet. Über die künftigen Beziehungen wird seit Monaten verhandelt. Zuletzt verhakten sich beide Seiten vor allem bei den Regeln für einen fairen Wettbewerb und beim Thema Streitschlichtungsverfahren. Knackpunkte waren außerdem Fischfangrechte und staatliche Beihilfen. Die EU-Kommission hatte zuletzt mitgeteilt, beide Seiten arbeiteten intensiv an einem Kompromiss.

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