September 27, 2019 / 2:31 PM / 18 days ago

EZB-Chefvolkswirt sieht trotz Differenzen keine Grabenkämpfe in der Führung

FILE PHOTO: The euro sign is photographed in front of the former head quarter of the European Central Bank in Frankfurt, Germany, April 9, 2019. Picture is taken on slow shutter speed while zooming. REUTERS/Kai Pfaffenbach/File Photo

New York (Reuters) - Trotz jüngster Differenzen in der Führung der EZB über die weitere Öffnung der Geldschleusen kann laut Chefvolkswirt Philip Lane von Grabenkämpfen keine Rede sein.

Es sei übertrieben, von “tiefgreifenden Differenzen” zu sprechen, sagte der Ire am Freitag auf einer Reuters-Veranstaltung in New York. Auf der EZB-Ratssitzung habe es einen “großen Konsens” darüber gegeben, dass die Geldpolitik gelockert werden müsse. Es gebe zwar unterschiedliche Ansichten über Details der Geldpolitik, doch keine “strukturelle Spaltung”. Die EZB hatte am 12. September unter anderem beschlossen, die auch in der EZB intern umstrittenen Anleihenkäufe wiederaufzunehmen. Ab November sollen pro Monat neue Käufe von 20 Milliarden Euro hinzukommen. Rund ein Drittel der Währungshüter war dagegen.

Bundesbankchef Jens Weidmann warf EZB-Chef Mario Draghi vor, über das Ziel hinausgeschossen zu sein. Beobachter brachten auch den überraschend angekündigten Rückzug der deutschen EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger mit Differenzen zwischen der Deutschen und dem EZB-Präsidenten in Verbindung, da sie keinen Hehl aus ihrer Ablehnung einer noch lockereren Geldpolitik gemacht hatte.

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