May 21, 2010 / 6:41 AM / in 10 years

Asien-Börsen setzen Talfahrt wegen Eurokrise fort

A man (L) sits on an operation platform at a brokerage house in Hefei, Anhui province May 21, 2010. REUTERS/Stringer

Tokio/Hongkong (Reuters) - Die Fernostbörsen haben ihre Talfahrt auch zum Wochenausklang fortgesetzt.

Die anhaltenden Sorgen um die Euro-Zone verschärften sich noch: Die Anleger fürchteten nun auch Uneinigkeit unter den europäischen Staats- und Regierungschefs darüber, wie sie die Schuldenkrise in den Griff bekommen können. Auch die Bank of Japan erklärte, die weltweiten Auswirkungen der Turbulenzen in Europa müssten genau beobachtet werden. In Tokio schloss der Nikkei-Index am Freitag auf dem niedrigsten Stand seit mehr als fünf Monaten. Das Wochenminus fiel mit 6,5 Prozent so groß aus wie seit Januar 2009 nicht mehr. Vor allem Exportwerte verzeichneten wegen des stärkeren Yen Verluste. Zum Dollar machte der Euro weiter Boden gut, aber die Zweifel an der Gemeinschaftswährung hielten sich.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 2,4 Prozent im Minus bei 9784 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,1 Prozent auf 879 Punkte. Auch die Börsen in Taiwan, Singapur und Korea gaben jeweils um die zwei Prozent ab. Die Märkte und Hongkong und Shanghai kamen etwas glimpflicher davon: Hongkong mit einem nur leichten Minus, Shanghai mit einem knappen Plus.

Der Euro legte auf 1,2583 Dollar zu von 1,2507 Dollar im späten US-Handel. Vor allem Spekulationen über eine geldpolitische Intervention zur Stärkung des Euro gaben der europäischen Gemeinschaftswährung im Vergleich zum Dollar Auftrieb. Der stärkere Yen lastete auf japanischen Exporttiteln.

So büßten die Aktien des Chipunternehmens Advantest 2,5 Prozent ein, und die Titel von TDK gaben mehr als 3,5 Prozent nach. Die Anteilsscheine von Sony fielen 0,6 Prozent, schnitten damit aber immer noch besser ab als der Gesamtmarkt. Der japanische Elektronikkonzern will gemeinsam mit Google mittels einer neuen Technologie Internet und Fernsehen zusammenführen.

Die Aktien des Autobauers Toyota verloren 1,9 Prozent. Toyota und der kalifornische Daimler-Partner Tesla Motors wollen beim Bau von Elektroautos zusammenarbeiten.

“Anleger verkaufen japanische Aktien wegen zunehmender Sorgen darüber, dass die Schuldenkrise das globale Finanzsystem stören könnte”, sagte Analyst Masaru Hamasaki von Toyota Asset Management. Es herrsche Unsicherheit über die möglichen Auswirkungen der Krise. Die Investoren bevorzugten daher derzeit eher Bares. Zunehmende Sorgen um die Erholung der Weltwirtschaft angesichts der Turbulenzen in Europa hatten am Vorabend schon die Wall Street in die Tiefe gerissen. Alle drei großen Indizes stürzten um mehr als 3,5 Prozent ab, der Nasdaq-Index gar um mehr als vier Prozent.

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