August 1, 2018 / 8:50 AM / 2 months ago

Air France-KLM Gewinn bricht nach Streiks ein

Paris (Reuters) - Die Streiks bei Air France haben dem französisch-niederländischen Luftfahrtkonzern Air France-KLM im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang eingebrockt.

FILE PHOTO: The Air France-KLM company logo is seen at the annual shareholder meeting in the La Defense business district in Puteaux, France, May 15, 2018. REUTERS/Philippe Wojazer/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD

Das operative Ergebnis ging von April bis Juni um 41 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 345 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Streiks schlugen demnach im abgelaufenen Quartal mit 260 Millionen Euro zu Buche, im ersten Halbjahr waren es insgesamt 335 Millionen Euro. Zur Suche nach einem neuen Chef gab es zur Vierteljahresbilanz keine Neuigkeiten. Vorstandschef Jean-Marc Janaillac hatte im Frühjahr nach knapp zwei Jahren an der Spitze des Lufthansa-Konkurrenten aufgegeben, weil die Beschäftigten im Arbeitskampf sein Lohnangebot mehrheitlich abgelehnt hatten.

Die Aktien der Airline legten dennoch um mehr als sieben Prozent zu, denn die vom Unternehmen befragten Analysten hatten mit nur 252 Millionen Euro Betriebsgewinn gerechnet. Zudem erwartet das Unternehmen jetzt einen Anstieg der Stückerlöse in diesem Jahr. Zuvor war das Management von Stagnation ausgegangen. Im zweiten Quartal legten die Stückerlöse währungsbereinigt um 1,7 Prozent zu. “Das Umfeld war besser als wir erwartet hatten”, sagte Finanzchef Frederic Gagey.

Gestützt hat das Unternehmen seine niederländische Fluggesellschaft KLM. Diese hielt ihre Rendite von knapp zwölf Prozent, während die französische Schwester nur knapp über der Nulllinie blieb im Vergleich zu sechs Prozent vor Jahresfrist. Air France kamen auf der Kurzstrecke die Arbeitsniederlegungen bei der Eisenbahn in Frankreich zu Gute. Der Umsatz sank um 1,2 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro, wozu ein negativer Wechselkurseffekt von knapp 260 Millionen Euro beitrug.

Air France-KLM gab zudem bekannt, die Partnerschaft mit der spanischen Airline Air Europa zu einem Joint Venture, vor allem für Routen in Südamerika, auszubauen. Aus dem Gerangel um Übernahmen, etwa von Norwegian Air Shuttle oder Alitalia, hielt sich der Konzern heraus. Er will dennoch bei der Neuordnung der Luftfahrt in Europa mitmischen. Gagey erkärte, Joint Ventures wie das jetzt mit Air Europa geplante hätten sich als Mittel der Konsolidierung in der Branche bewährt.

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