July 10, 2018 / 10:59 AM / 3 months ago

Airbus hofft auf rasche Bestellungen für künftigen A220

Toulouse (Reuters) - Airbus darf mit raschen Verkaufserfolgen für das bisher als “CSeries” bekannte Regionalflugzeug-Programm rechnen.

Airbus members celebrate the landing of an Airbus A220-300 aircraft during its presentation in Colomiers near Toulouse, France, July 10, 2018. Airbus A220 is the new brand for the small CSeries passenger jet acquired from Canada's Bombardier. REUTERS/Regis Duvignau

Der zuständige Verkaufschef David Dufrenois sagte am Dienstag in Toulouse, Airbus rechne noch im laufenden Jahr mit einer zweistelligen Zahl von Aufträgen für das Programm, für das der bisherige Eigentümer Bombardier jahrelang vergeblich auf Orders gewartet hatte. Beste Chancen hat Airbus laut Branchenkreisen auf den Auftrag der US-Fluggesellschaft JetBlue. Der deutsch-französische Flugzeugbauer lockt die Amerikaner damit, dass sie dann bei Bestellungen größerer Maschinen schneller bedient würden. Airbus und JetBlue wollten sich dazu nicht äußern.

Die Mehrheit der Anteile an der CSeries gehört seit 1. Juli Airbus. “Ich glaube, es wird nicht lange dauern, bis wir die ersten Erfolge am Markt sehen”, sagte Airbus-Vertriebschef Eric Schulz. Der Flugzeugbauer benennt die bisherige CS100 mit 110 Sitzen in A220-100 um, die CS300 mit 130 Plätzen heißt nun A220-300. Der kanadische Flugzeug- und Bahntechnik-Konzern Bombardier hatte die Hoffnung aufgegeben, sich auf eigene Faust mit den Kurzstreckenmaschinen für 110 bis 130 Passagiere am Weltmarkt durchzusetzen. Airbus zahlt einen symbolischen Betrag für die Übernahme und setzt darauf, dass seine große Vertriebsmannschaft mehr Erfolg hat. Dritter Eigentümer neben Airbus und Bombardier ist der kanadische Bundesstaat Quebec.

Langfristig - auf 20 Jahre - sieht Airbus eine Nachfrage von 7000 kleineren Flugzeugen mit 100 bis 150 Sitzen, zu denen neben dem künftigen A220 auch der Airbus A310 gehören. Mindestens die Hälfte solle davon auf die CSeries-Jets entfallen. Größter Konkurrent bei den Regionaljets ist die brasilianische Embraer, die kurz vor der Übernahme durch den amerikanischen Airbus-Erzrivalen Boeing steht. Airbus und Boeing hatten sich lange auf Maschinen mit mindestens 150 Plätzen konzentriert und das kleinere Segment erst vor kurzem für sich entdeckt.

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