June 29, 2020 / 8:15 AM / 7 days ago

Airbus drosselt Produktion um 40 Prozent - Massiver Jobabbau erwartet

A logo of Airbus is seen at the entrance of the Jean-Luc Lagardere A380 production plant at Airbus headquarters in Blagnac, near Toulouse, France June 18, 2020. Picture taken June 18, 2020. REUTERS/Stephane Mahe

Paris/Toulouse (Reuters) - Der europäische Flugzeugbauer Airbus erwartet wegen der Luftfahrtkrise erst 2025 wieder eine normale Produktionsauslastung.

Tausende Jobs stehen daher nun auf dem Spiel. “Für die nächsten zwei Jahre - 2020/21 - gehen wir davon aus, dass Produktion und Auslieferung um 40 Prozent niedriger sein werden als ursprünglich geplant”, zitierte “Die Welt” (Montagsausgabe) Airbus-Chef Guillaume Faury. Von der meistverkauften Baureihe A320 sollen nur noch 40 Maschinen pro Monat gefertigt werden. Reuters hatte bereits Anfang Juni von etwa 40 Prozent Produktionskürzung bei Jets berichtet. Offiziell war bisher von einer 30-prozentigen Kürzung die Rede gewesen.

Details zur Umstrukturierung nannte Faury nicht, deutete aber an, dass ein erheblicher Stellenabbau notwendig sei. “Es ist eine brutale Tatsache, aber wir müssen es tun. Es geht um die notwendige Anpassung an den massiven Produktionsrückgang. Es geht um die Sicherung unserer Zukunft”, erklärte der Manager. An jedem Standort werde nach Möglichkeiten zur Kostensenkung gesucht. “Wir drehen jeden Stein um.” Insider erwarten einen schrittweisen Abbau von 14.000 bis 20.000 der insgesamt 90.000 Arbeitsplätze. Gewerkschaftsvertreter sagten, nach einem zweitägigen Treffen mit der Geschäftsführung könnten die Pläne bereits am Mittwoch festgezurrt werden.

Derzeit sind nach Angaben des Airbus-Chefs viele fertige Flugzeuge geparkt, weil die Airlines sie wegen des Einbruchs im Markt durch die Corona-Krise nicht abnehmen. Es werde bis Ende 2021 dauern, bevor Produktion und Auslieferungen wieder im Einklang stünden.

Der Boeing-Konkurrent hatte bereits im Mai tiefgreifende Einschnitte angekündigt. Der Flugbetrieb liegt weltweit darnieder, Fluggesellschaften kämpfen ums Überleben und stellen sich darauf ein, dass die Nachfrage lange Zeit nicht mehr auf das Niveau vor dem Ausbruch der Pandemie steigen wird.

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