October 30, 2018 / 8:00 AM / 15 days ago

Konsumenten und Firmen kurbeln Frankreichs Wirtschaft an

An employee prepares shopping bags inside a high-tech store named "Le 4 Casino" in Paris, France, October 4, 2018. REUTERS/Philippe Wojazer

Paris (Reuters) - Frankreichs Wirtschaft hat ihr Wachstum im Sommer beschleunigt.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) kletterte zwischen Juli und September um 0,4 Prozent zum Vorquartal, wie das nationale Statistikamt am Dienstag mitteilte. Dies war zwar doppelt so viel wie im Frühjahr, allerdings einen Tick weniger als von Ökonomen mit 0,5 Prozent erwartet. Für Schwung sorgten die Verbraucher, die ihre Ausgaben deutlich um rund 0,5 Prozent steigerten. Zudem investierten die Unternehmen spürbar mehr. Impulse kamen auch vom Außenhandel, da die Exporte schneller zulegten als die Importe.

Ökonomen gehen davon aus, dass Steuererleichterungen die Konjunktur bis Jahresende weiter anschieben dürften. “Insbesondere der private Konsum dürfte mit dem Inkrafttreten der geplanten Steuersenkungen im Oktober wieder richtig an Fahrt gewinnen”, sagte Unicredit-Expertin Tullia Bucco. Die Ausgaben der Verbraucher sind traditionell einer der entscheidenden Motoren der französischen Wirtschaft. Auch Experte Matthew Pennil von der US-Investmentbank Morgan Stanley erwartet, dass die Konsumenten wegen der geringeren Sozialabgaben künftig wieder mehr Geld ausgeben.

Allein im September allerdings gingen die Verbraucherausgaben zum Vormonat überraschend deutlich um 1,7 Prozent zurück. Grund war vor allem, dass die Franzosen knapp acht Prozent weniger für Autos bezahlten, nach einem Plus von fast neun Prozent im August. Autobauer hatten versucht wegen neuer Abgasregeln (WLTP) ältere Modelle mit Rabatten loszuwerden.

Für das Gesamtjahr 2018 peilt Frankreichs Regierung 1,7 Prozent Wirtschaftswachstum an. Dafür müsste im Schlussquartal die Konjunktur nach Berechnungen von Analysten allerdings um kräftige 0,8 Prozent wachsen. Volkswirt Pennil hingegen sagte, das Plus dürfte wahrscheinlich näher bei 0,4 Prozent liegen. Frankreich ist nach Deutschland die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone. Im gesamten Währungsraum halbierte sich das Wachstum im dritten Quartal überraschend auf 0,2 Prozent. Italiens Wirtschaft stagnierte sogar.

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