August 29, 2018 / 12:39 PM / 25 days ago

Danone beteiligt sich an Berliner Startup Mitte

Paris (Reuters) - Der von Umweltschützern wegen seiner Plastikverpackungen immer wieder kritisierte Nahrungsmittel- und Getränkekonzern Danone steigt bei dem auf Wasseraufbereitung spezialisierten Berliner Startup-Unternehmen Mitte ein.

The logo of French food group Danone is pictured during the company's 2017 annual results in Paris, France, February 16, 2018. REUTERS/Pascal Rossignol

Der 2016 gegründete Hersteller eines Wasseraufbereitungssystems habe in einer Finanzierungsrunde unter Führung von Danone Manifesto Ventures 10,6 Millionen Dollar eingesammelt, sagte Firmengründer und Mitte-Chef Moritz Waldstein der Nachrichtenagentur Reuters. Danone Manifesto Ventures übernahm demnach zusammen mit der in Singapore ansässigen VisVires New Protein Fund und Karcher New Venture eine Minderheitsbeteiligung an Mitte.

Mitte hat ein Destillationssystem entwickelt, mit dem Leitungswasser gereinigt und über eine Kartusche mit Mineralien versetzt wird. Solch ein Verfahren wie auch das Sprudelsystem von SodaStream werden als umweltfreundliche Alternative zu Sprudelwasser in Plastikflaschen gesehen.

Waldstein will das frische Kapital für den Geschäftsaufbau in den USA - vor allem aber im gesundheitsbewussten Kalifornien - sowie in Europa, verwenden. “Mitte ist auf einer Mission, Leben mit gesundem Wasser in einem umweltfreundlichen System zu verbessern”, erklärte er. “Wir werden mit einem Fokus auf einige Länder wie die USA beginnen, obwohl wir eine globale Präsenz aufbauen wollen.”

Laurent Marcel, Chef von Danone Manifesto Ventures, sieht in Mitte keine Gefahr für das Geschäftsmodell von Danone, bekannt für Marken wie Evian und Volvic. “Wir sehen Mitte nicht als Bedrohung”, sagte er. “Wir denken, dass abgefülltes Wasser noch eine gute Zukunft hat, und wir sehen Mitte als eine Ergänzung, die zum allgemeinen Wachstum der Wasser-Sparte beitragen wird.”

Der Weltmarkt für in Flaschen abgefülltes Trinkwasser wird Experten von Euromonitor zufolge bis 2021 auf 250 Milliarden Dollar steigen von 210 Milliarden in 2017. Doch die Verbraucher werden sich zunehmend der schädlichen Auswirkungen von Plastik bewusst. Millionen von Tonnen Lebensmittelverpackungen und Flaschen landen auf Deponien und in den Ozeanen. Unternehmen sind daher auf der Suche nach Möglichkeiten ihr Image aufzupolieren. So gab etwa PepsiCo vergangene Woche bekannt, den Hersteller von Wassersprudlern SodaStream übernehmen zu wollen.

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