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Weltnachrichten

IWF - Frankreich soll Sanierung der Staatsfinanzen im Auge behalten

A view shows the French national flag on the top of the Palais Brogniard, former Paris Stock Exchange, located Place de la Bourse in Paris, France, September 17, 2020. REUTERS/Charles Platiau

Paris (Reuters) - Frankreich sollte laut dem IWF während der laufenden Corona-Krise Vorsorge für eine Sanierung der Staatsfinanzen im kommenden Aufschwung treffen.

Es gehe um einen mittelfristig angelegten, glaubwürdigen und ambitionierten Plan dafür, forderte der Internationale Währungsfonds (IWF) am Montag. Insbesondere bei den öffentlichen Ausgaben solle der Hebel angesetzt werden. Diese gehören in Frankreich mit seinem aufgeblähten Staatssektor jedoch zu den Bereichen, die Regierungen in der Vergangenheit weitgehend ungeschoren ließen. Frankreich ist stark von der Pandemie betroffen und hat seit Freitag einen erneuten Lockdown erlassen.

Die Bürger sollen demnach grundsätzlich zu Hause bleiben. Ausnahmen gelten für notwendige Einkäufe, Arztbesuche und eine Stunde Sport am Tag. Wenn irgendwie möglich soll auch von zu Hause gearbeitet werden. Das Herunterfahren des öffentlichen Lebens schlägt laut Regierung binnen eines Monats mit volkswirtschaftlichen Kosten von mindestens 15 Milliarden Euro zu Buche. Die Staatsschuldenquote dürfte dieses Jahr auf annähernd 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ansteigen. Die Regierung von Präsident Emmanuel Macron geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung 2020 im Sog der Corona-Krise um elf Prozent schrumpfen wird.

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