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Frankreichs Notenbank für neues Kriseninstrument für Euro-Zone
10. November 2017 / 08:59 / vor 15 Tagen

Frankreichs Notenbank für neues Kriseninstrument für Euro-Zone

Brüssel (Reuters) - Der Chef der französischen Zentralbank fordert neue Hilfsmittel in der Euro-Zone für in Schieflage geratene Länder.

Governor of the Bank of France Francois Villeroy de Galhau attends a press conference after the Franco-German Financial Council meeting in Berlin, Germany, September 23, 2016. REUTERS/Axel Schmidt

Er schlage Kredite zur Stabilisierung vor, die jedoch nicht mit Reformen oder Sparauflagen verbunden seien, wie es bislang bei Hilfspaketen der Euro-Partner der Fall war, sagte Francois Villeroy de Galhau am Donnerstag bei einer Konferenz in Brüssel. Diese Möglichkeit solle aber nur Ländern zur Verfügung stehen, die sich den EU-Regeln verpflichtet fühlen. Ähnlich hatte sich auch schon der Chef des Euro-Rettungsschirm Klaus Regling geäußert. Diese Kredite könnten vom ESM vergeben werden, sagte Villeroy de Galhau, der dann in Anlehnung an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zu einem Europäischen Währungsfonds werden solle.

Villeroy de Galhau sagte, das ambitioniertere Projekt eines eigenen Budgets für die Euro-Zone solle verschoben werden. Insbesondere Frankreichs Präsident Emmanuel Macron macht sich für einen eigenen Finanzminister, ein Euro-Zonen-Parlament und ein eigenes Budget der Währungszone stark. Deutschland hat Vorbehalte. Kritiker sorgen sich, dass der gemeinsame Haushalt zu einer Vergemeinschaftung der Schulden führt.

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