October 25, 2019 / 8:55 AM / in 21 days

Dieselkrise drückt auf Umsatz von Renault

A diesel pump is pictured at a gas station in Lagos, Nigeria September 10, 2019. Picture taken September 10, 2019. REUTERS/Temilade Adelaja

Paris (Reuters) - Weniger Bedarf an Dieselmotoren von Daimler und Nissan haben zum Umsatzrückgang beim Partnerunternehmen Renault im dritten Quartal beigetragen.

Die Erlöse sanken von Juli bis September um drei Prozent auf 11,3 Milliarden Euro, wie der französische Autobauer am Freitag mitteilte. Der Absatz schrumpfte um 4,4 Prozent auf 852.000 Fahrzeuge. Renault baut neben seinen eigenen Modellen auf gemeinsamen Plattformen auch Fahrzeuge sowie Dieselmotoren für Nissan und Daimler, zum Beispiel den mit dem Renault Kangoo baugleichen Mercedes-Kastenwagen Citan. Die Nachfrage nach Dieselmotoren sinke in Europa, erklärte Renault.

In der vergangenen Woche hatte der Autobauer die Märkte mit der zweiten Gewinnwarnung in diesem Jahr verschreckt. Der unerwartet starke Rückgang der Verkäufe an Daimler und Nissan habe zu der Prognosesenkung beigetragen, erklärte Interimschefin Clotilde Delbos. Es sei nicht damit zu rechnen, dass die Abrufe der Partner bald wieder steigen. Renault schaue sich deshalb nach weiteren Käufern um. Für das Gesamtjahr hatten die Franzosen vergangene Woche einen Umsatzrückgang von drei bis vier Prozent angekündigt sowie einen stärkeren Gewinnrückgang auf eine Umsatzrendite von fünf Prozent. Neben der weltweiten Abkühlung der Autokonjunktur macht Renault der Einbruch der Märkte in der Türkei und Argentinien zu schaffen. Außerdem fiel wegen der US-Sanktionen gegen den Iran seit August 2018 ein wichtiger Markt der Franzosen auf einen Schlag weg.

Delbos übernahm die Führung des größten französischen Autokonzerns vor zwei Wochen von Thierry Bollore, der im Gefolge des Skandals um den unter Betrugsverdacht stehenden Ex-Chef Carlos Ghosn vor die Tür gesetzt wurde. Der Verwaltungsrat habe sich keinen Termin gesetzt, bis wann ein neuer Vorstandschef berufen werden soll, erklärte Delbos weiter. Die mittelfristige Strategie solle in den kommenden Monaten überarbeitet werden.

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