August 30, 2018 / 2:46 PM / 2 months ago

Macron wirbt für mehr Kooperation der EU mit Russland und Türkei

Helsinki (Reuters) - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Europäische Union zu einer Neuausrichtung der Beziehungen zu Russland und der Türkei aufgefordert.

French President Emmanuel Macron reacts during a news conference with Finnish Prime Minister Juha Sipila (not pictured) at the Prime Minister's official residence Kesaranta in Helsinki, Finland August 30, 2018. Lehtikuva/Markku Ulander via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. NO THIRD PARTY SALES. NOT FOR USE BY REUTERS THIRD PARTY DISTRIBUTORS. FINLAND OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN FINLAND.

“Es geht nicht darum, die letzten Jahre zu vergessen - das wäre nicht richtig”, sagte Macron am Donnerstag in Helsinki. “Es geht um realistische Möglichkeiten, enger zu kooperieren.” Das Ziel sei mehr Stabilität an den Grenzen der EU.

Mit Blick auf Russland fügte Macron hinzu, dass die Regierung in Moskau ebenfalls Fortschritte anstreben müsse, etwa bei den Friedensbemühungen in der Ost-Ukraine. In Fragen der Cybersicherheit, Verteidigung und in den strategischen Beziehungen sei aber ein Neustart der EU-Beziehungen zu Russland nötig. Auch gegenüber der Türkei warb Macron für eine strategische Partnerschaft, um die Stabilität in der Region zu erhöhen. Das Verhältnis zwischen der EU und der Türkei hat sich seit dem Vorgehen der Regierung in Ankara gegen Journalisten und vermeintliche Unterstützer des Putschversuchs vom Sommer 2016 deutlich abgekühlt.

Die EU habe sich lange Zeit auf den Schutz durch die USA verlassen, sagte Macron weiter. Die Nato bleibe zwar eine wichtige Allianz, die EU müsse die Verteidigungsfähigkeiten aber in die eigenen Hände nehmen. US-Präsident Donald Trump hatte die Rolle seines Landes in der Nato infrage gestellt, wenn die Mitgliedsländer der Allianz ihre Rüstungsausgaben nicht stärker erhöhen. In Helsinki hatten sich Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin im Juli zu ihren ersten längeren Beratungen getroffen. Finnland gehört zur EU, nicht aber zur Nato. Das Land hat ein schwieriges Verhältnis zu Russland, seitdem es 1917 die Unabhängigkeit vom großen Nachbarn erklärt hat.

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