January 31, 2012 / 12:22 PM / 6 years ago

S&P: Vergreisung gefährdet staatliche Bonität

New York/Tokio (Reuters) - Der demografische Wandel wird führende Industrie- und Schwellenländer teuer zu stehen kommen und gefährdet nach Einschätzung der Rating-Agentur Standard & Poor’s deren Kreditwürdigkeit.

Falls die Regierungen bis 2015 keine Reformen zur Senkung der Gesundheitskosten verabschieden, wird S&P nach Angaben vom Dienstag möglicherweise einige Länder mit derzeit hohen Bewertungen herabstufen. Auf europäische Staaten sowie Japan und die USA dürften wegen des demografischen Wandels in den kommenden vier Jahrzehnten die höchsten Kosten zukommen, warnte S&P. “Wenn die Regierungen die Sozialsysteme nicht anpassen, werden sie längerfristig untragbar”, warnte die Agentur.

Ohne passende Reformen dürften bereits in drei Jahren Herabstufungen wegen der Alterung der Gesellschaft starten, hieß es in der S&P-Studie weiter. Ab 2020 könne daher die Zahl der Länder mit einer Einstufung auf “Ramschniveau” steigen. Wegen der explodierenden Gesundheitskosten seien Einschnitte im Rentensystem allein nicht ausreichend, um die Kosten der Alterung in den Griff zu bekommen, warnte S&P. Denn neben der Vergreisung trügen auch neue Behandlungsmethoden stark zur Verteuerung des Gesundheitswesens bei.

S&P zufolge ist es für die betroffenen G20-Staaten noch nicht zu spät, um das Problem zu lösen. Sie müssten möglichst bald entsprechende Gegenschritte einleiten. Dabei hätten jedoch Schwellenländer in Asien wegen ihres starken Wirtschaftswachstums noch etwas mehr Spielraum als die Industriestaaten, warnte S&P.

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