July 19, 2018 / 7:09 AM / 5 months ago

Industrieverbände fordern von G20-Ministern freien Handel

BDI president Dieter Kempf addresses a news conference before the German Industry Day, hosted by the BDI industry association, in Berlin, Germany, June 20, 2017. REUTERS/Hannibal Hanschke

Berlin (Reuters) - Ein Bündnis internationaler Wirtschaftsverbände hat die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) aufgerufen, sich den Bedrohungen des freien Handels entgegenzustellen.

Die Global Business Coalition, der neben dem deutschen Industrieverband BDI auch die US-Handelskammer USCC angehört, forderte am Donnerstag die G20-Finanzminister auf, bei ihrem Treffen in Buenos Aires am Wochenende ihr Bekenntnis zu freien Märkten zu erneuern und sich gegen Protektionismus zu wenden. “Wir sind tief beunruhigt hinsichtlich der Stabilität des regelbasierten globalen Handelssystems”, heißt es in der Erklärung, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

“Um Wohlstand zu schaffen, benötigt die Geschäftswelt verlässliche, moderne, internationale Regeln, Berechenbarkeit und Stabilität genauso wie starke, unparteiische Schiedsrichter”, forderten die Verbände mit Blick auf die von US-Präsident Donald Trump kritisierte Welthandelsorganisation. Die WTO müsse besser funktionieren, und Handelsregeln müssten eingehalten werden. Zugleich müssten die Probleme des unfairen Wettbewerbs zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Unternehmen, handelsverzerrenden Subventionen, erzwungenem Technologie-Transfer und des Diebstahls von Knowhow angegangen werden. Dabei handelt es sich um Vorwürfe, die von westlichen Firmen immer wieder insbesondere in Verbindung mit China geäußert werden.

Die Verbände forderten die G20 auf, moderne Handels- und Investitionsregeln voranzutreiben und vor allem für einen besseren Marktzugang zu sorgen. Auch müssten die G20 alles tun, um die Digitalisierung der Wirtschaft voranzubringen. Generell seien grenzüberschreitender Handel und Investitionen auf Basis offener und regelbasierter Märkte die wichtigsten Treiber für Wachstum und Jobs.

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