October 20, 2008 / 5:59 PM / 11 years ago

Südossetien: EU-Beobachter schweigen zu georgischem Beschuss

Moskau (Reuters) - Die von Georgien abtrünnige Region Südossetien hat der Regierung in Tiflis vorgeworfen, Orte auf ihrem Territorium zu beschießen.

Dies geschehe unter den Augen der EU-Beobachter, ohne dass diese etwas dagegen unternähmen. “Seit mittlerweile einer Woche beschießt Georgien täglich die Grenzbezirke Snaur und Zchinwali”, sagte die südossetische Informationschefin Irina Gaglojewa. Damit habe Georgien “seine aggressiven Akte wiederaufgenommen” und verletzte den von Frankreich vermittelten Waffenstillstand, mit dem der Krieg mit Russland im August beendet worden war.

Der südossetische Innenminister Michail Mindsajew habe eine “adäquate Antwort auf alle georgischen Provokationen” angeordnet. Dementsprechend würden alle Stellungen, von denen der Beschuss ausgehe, zerstört werden, sagte Gaglojewa. Obwohl der Beschuss von einem Gebiet ausgehe, dass von den EU-Beobachtern überwacht werde, erwiesen sich diese als “blind, stumm und taub”. “Wir haben den Eindruck, dass die internationale Gemeinschaft hier keine Stabilität sehen will.”

Georgien warf den Separatisten seinerseits vor, die Spannungen an der De-facto-Grenze anzuheizen. “Diese Eskalation spielt direkt in die Hände derjenigen, die nicht wollen, dass die EU-Beobachter ihr Mandat in Abchasien und Südossetien ausüben können”, sagte der Sekretär des georgischen Nationalen Sicherheitsrats, Kacha Lomaia. Das US-Außenministerium zeigte sich besorgt über die Sicherheitslage.

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