August 20, 2018 / 5:20 AM / 3 months ago

Hilfsmaßnahmen für Griechenland werden beendet

A pro-Euro protester holds an umbrella with the European Union symbol during a rally in front of the parliament building in Athens, Greece, July 9, 2015. Greek Prime Minister Alexis Tsipras raced on Thursday to shore up political support for a tough package of tax hikes and pension reforms due within hours if Athens is to win a new aid lifeline from creditors and avoid crashing out of the euro. REUTERS/Alkis Konstantinidis TPX IMAGES OF THE DAY

Berlin (Reuters) - Griechenland kann nach Einschätzung seiner Euro-Partner dank des eingeleiteten Spar- und Reformkurses wieder auf eigenen Beinen stehen.

Dies sei erstmals seit 2010 möglich, sagte Eurogruppen-Chef Mario Centeno. Am Montag läuft das dritte Hilfspaket für das schuldengeplagte südeuropäische Land aus. Künftig will sich die Regierung in Athen wieder selbstständig am Kapitalmarkt Geld beschaffen.

Mit den Maßnahmen sollte die Basis für eine gesundes und nachhaltiges Wirtschaftswachstum geschaffen werden, ergänzte Centeno. “Es hat viel länger gedauert als erwartet, aber ich denke, dass wir jetzt da sind.” Die Wirtschaft wachse wieder, es gebe Überschüsse im Haushalt und Handel, außerdem sinke die Arbeitslosigkeit.

Nach Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Industrie ist Griechenland als Markt wieder interessant geworden. “Das gute Ende der europäischen Hilfsprogramme ist ein positives Signal für Griechenland selbst und die EU insgesamt”, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang der “Rheinischen Post” (Montagausgabe). Strukturreformen hätten das Wirtschaftswachstum belebt. Allerdings seien längst noch nicht alle Probleme gelöst. “Die griechische Regierung muss sich nun gezielt den Defiziten in Verwaltung, Justiz, den Arbeits- und Produktmärkten widmen”, forderte Lang.

Kritik kam von Griechenlands ehemaligem Finanzminister. Yanis Varoufakis sagte der “Bild” (Montagausgabe): “Griechenland steht am selben Punkt, im gleichen schwarzen Loch und es versinkt jeden Tag tiefer darin. Auch, weil die Sparvorgaben der Gläubiger Investitionen und den Konsum behindern.” Die Staatsschulden seien nicht weniger, sondern mehr geworden: “Wir haben jetzt nur mehr Zeit, um noch mehr Schulden zurückzuzahlen.” Es gebe mehr Armut und die Wirtschaft sei in den vergangenen Jahren um 25 Prozent geschrumpft.

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