September 26, 2019 / 9:39 AM / 21 days ago

Geplante Verbote von E-Zigaretten setzen Imperial unter Druck

Ali Mansoor, an Emirati vape enthusiast, poses while smoking an e-cigarette at a cafe in Dubai, United Arab Emirates August 22, 2019. Picture taken August 22, 2019. REUTERS/Christopher Pike

Bangalore/Frankfurt (Reuters) - Drohende Einschränkungen bei E-Zigaretten in den USA verhageln dem Tabakkonzern Imperial Brands die Geschäfte.

Das britische Unternehmen senkte am Donnerstag seine Umsatz- und Gewinnziele für dieses Jahr. Für 2019 rechnet Imperial nun noch mit einem Umsatzplus von rund zwei Prozent zu konstanten Wechselkursen und einem stagnierenden Ergebnis. Das Wachstum bei neuen Artikeln wie E-Zigaretten und dampfbasierten Produkten sollte schwächer ausfallen als ursprünglich erwartet. Bislang hatte Imperial für dieses Jahr ein Umsatzplus am oberen Ende oder über seiner Wachstumsprognose von ein bis vier Prozent erwartet. Der Gewinn sollte mittelfristig um vier bis acht Prozent zulegen.

Die regulatorische Unsicherheit in den USA habe in den vergangenen Wochen zu einer deutlichen Verlangsamung des Wachstums im Bereich E-Zigaretten geführt, erklärte das Unternehmen, zu dessen Marken Gauloises, Davidoff und West gehören. Eine zunehmende Zahl von Einzel- und Großhändlern habe deshalb keine Bestellungen aufgegeben oder keine Werbung für diese Produkte erlaubt.

E-Zigaretten, die nikotinhaltige Flüssigkeit verdampfen, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Vor allem Jugendliche greifen immer häufiger zu aromatisierten Produkten. Dem will US-Präsident Donald Trump einen Riegel vorschieben und E-Zigaretten mit Aromen verbieten. Indien, ein wichtiger Absatzmarkt, will E-Zigaretten ganz verbieten und warnte jüngst vor einer “Epidemie” unter jüngeren Menschen. In anderen Ländern wie Brasilien, Mexiko und Thailand sind die Produkte bereits seit längerem nicht mehr erlaubt. Die Tabakbranche, die in den vergangenen Jahren stark auf die Verdampfer statt die klassischen Zigaretten setzte, kommt durch die Beschränkungen gehörig unter Druck.

Philip Morris und Altria hatten am Mittwoch ihren geplanten Zusammenschluss abgeblasen, aus dem ein neuer Tabak-Riese entstanden wäre. Im Zuge dessen trat der Vorstandschef des E-Zigaretten-Herstellers Juul, an dem Altria einen Anteil von 35 Prozent hält, zurück. In den USA will Juul, das 80 Prozent seines Umsatzes mit aromatisierten E-Zigaretten erzielt, sämtliche Werbemaßnahmen stoppen.

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