October 30, 2018 / 11:16 AM / 14 days ago

Produktionsunterbrechungen bremsen Reckitt Benckiser

FILE PHOTO: Products produced by Reckitt Benckiser; Vanish, Finish, Dettol and Harpic, are seen in London, Britain February 12, 2008. REUTERS/Stephen Hird/File Photo

London (Reuters) - Probleme in einer europäischen Fabrik zur Herstellung von Babynahrung haben dem britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser im dritten Quartal zugesetzt.

Für das Unternehmen ist es der nächste in einer Reihe von Rückschlägen - dieses Mal in dem Geschäft, in das Reckitt 2017 mit der 17 Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Babynahrungsherstellers Mead Johnson eingestiegen war. Die Produktionsunterbrechungen in der niederländischen Fabrik verringerten die Umsätze um 70 Millionen Pfund. Insgesamt sanken die Erlöse, auch wegen negativen Währungseffekten, um zwei Prozent auf 3,12 Milliarden Pfund (3,5 Milliarden Euro). Auf vergleichbarer Basis legte der Umsatz zwar um zwei Prozent zu, das war aber deutlich weniger als von Analysten erwartet. An der Börse verloren Reckitt-Aktien darauf mehr als fünf Prozent.

“Reckitt litt in den vergangenen zwei Jahren wiederholt unter einmaligen Sondereffekten. Das es nun zu einem erneuten Rückschlag kam, ist sehr enttäuschend, zumal alle nun erwartet hatten, dass das Unternehmen die schlechten Nachrichten endlich hinter sich gelassen hat”, sagte Analyst Andrew Wood von Bernstein. In den vergangenen Jahren hatte Reckitt unter anderem wegen eines gescheiterten Produktstarts, einer Cyber-Attacke und einem Sicherheitsskandal in Südkorea enttäuscht. Die Störungen in der Babynahrungsfabrik führte der Konzern, an dem die deutsche Industriellenfamilie Reimann mit einem Minderheitsanteil beteiligt ist, auf technische Probleme zurück.

Diese seien inzwischen gelöst und Reckitt hoffe auf einen Aufschwung des Geschäfts im vierten Quartal, hieß es. Im laufenden Jahr erwartet das Unternehmen, das auch Durex-Kondome oder Clearasil-Hautpflegeprodukte herstellt, weiterhin ein Nettoumsatzwachstum von 14 bis 15 Prozent zu konstanten Wechselkursen und auf vergleichbarer Basis ein Wachstum am oberen Ende der Spanne von zwei bis drei Prozent.

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