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Unternehmensnachrichten

British-Airways-Mutter IAG stärkt sich mit Kapitalerhöhung

Technicians move a British Airways Airbus A380 airplane stored on the tarmac of Marcel-Dassault airport at Chateauroux, following the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) in France July 30, 2020. REUTERS/Pascal Rossignol

London (Reuters) - Der britisch-spanische Airline-Konzern IAG kann sich im Kampf gegen die Corona-Krise über eine Kapitalerhöhung 2,75 Milliarden Euro frisches Geld beschaffen.

Der Mutterkonzern von British Airways und Iberia erhielt dafür am Dienstag nach vorläufigem Abstimmungsergebnis grünes Licht auf der Hauptversammlung in Madrid. Großaktionär Qatar Airways hatte seine Zustimmung bereits im Vorfeld erklärt. Die Anteilseigner hofften, dass die Summe reiche, IAG durch die schwere Krise der Luftfahrt zu bringen, hieß es in Bankenkreisen.

Auf dem letzten Aktionärstreffen mit dem bisherigen Chef Willie Walsh fanden auch die neuen Regeln zur Managervergütung eine Mehrheit, obwohl der einflussreiche Stimmrechtsberater ISS die Ablehnung empfohlen hatte. Walsh, der mit der HV vom bisherigen Iberia-Chef Luis Gallego abgelöst wird, erhält zum Abschied rund 920.000 Euro.

Bei IAG stehen wegen der Corona-Krise, die den Luftverkehr zweitweise fast lahmlegte und noch jahrelang stark bremsen wird, Tausende Arbeitsplätze auf der Kippe. Die Gewerkschaften bei British Airways wollen das verhindern. Walsh war es gelungen, mit einer harten Linie gegen die Arbeitnehmervertreter die Kosten zu drücken. Der gelernte Pilot rückte 2011 vom Chefsessel bei British Airways an die Spitze der damals neu gegründeten International Consolidated Airlines Group (IAG). Diese ging aus der Fusion von British Airways und der spanischen Iberia hervor. Der 58-jährige Ire baute sie durch die Übernahmen des spanischen Billigfliegers Vueling, der irischen Aer Lingus und zuletzt der spanischen Air Europa aus. Walsh wollte schon Ende März von Bord gehen, verschob seinen Ausstieg aber wegen der Corona-Krise um einige Monate.

Der neue IAG-Chef Gallego hat sich wie sein Vorgänger nach Ansicht von Analysten Sporen verdient mit Sanierungen und Einsparungen. Der 52-Jährige übernahm bei Iberia 2014 die Führung. In seinem ersten Amtsjahr halbierte er die Kosten, in seinem zweiten kehrte Iberia nach sechs Jahren Verlust in die Gewinnzone zurück.

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