August 7, 2018 / 11:37 AM / 3 months ago

US-Milliardär kickt Russen bei englischem Fußballclub Arsenal raus

FILE PHOTO: Arsenal owner Stan Kroenke looks on from the stands during their match against Burnley at the Emirates Stadium in London, Britain, May 6, 2018. REUTERS/Matthew Childs/File Photo EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or "live" services. Online in-match use limited to 75 images, no video emulation. No use in betting, games or single club/league/player publications. Please contact your account representative for further details.

London (Reuters) - Der amerikanische Milliardär Stan Kroenke hat den Machtkampf um die Kontrolle des Londoner Fußball-Clubs FC Arsenal für sich entschieden.

Kroenke, der bereits 67 Prozent an dem Premier-League-Verein hält, kündigte am Dienstag an, den 30-prozentigen Anteil des russischen Miteigentümers Alischer Usmanow für eine ungenannte Summe zu übernehmen. Er habe von Usmanow eine unwiderrufliche Zusage erhalten. Den noch verbleibenden Minderheitsaktionären des Clubs, bei dem der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil unter Vertrag steht, werde ein Kaufangebot unterbreitet. Gemessen an der Offerte ist der Verein insgesamt umgerechnet rund zwei Milliarden Euro wert.

Kroenke hatte seine Position bei dem 132 Jahre alten Traditionsverein aus dem Norden der britischen Hauptstadt seit 2007 kontinuierlich ausgebaut. Dem sportbegeisterten Unternehmer gehören in den USA das Basketballteam Denver Nuggets und der American Football Club Los Angeles Rams. In einer Mitteilung an die Londoner Börse erklärte der Milliardär, ein einzelner Besitzer könne viel schneller strategische Entscheidungen im Club fällen. Kroenkes Übernahmevorstoß wird zum Teil über einen Kredit der Deutschen Bank im Volumen von umgerechnet 622 Millionen Euro finanziert.

Es gibt aber auch kritische Stimmen zu dem Schritt. So befürchtet die Fan-Vereinigung Arsenal Supporters Trust (AST), dass ihr Einfluss beim 13-maligen englischen Meister schwinden könnte. Viele Club-Fans würden ihre Aktien nicht aufgrund ihres Werts halten, sondern weil ihnen die Zukunft des Vereins am Herzen liege, erklärte AST. Mit Kroenkes Vorstoß werde aber künftig ihre Stimme nicht mehr gehört.

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