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Unternehmensnachrichten

Coca-Cola-Abfüller fusionieren - Europa schluckt Australien

FILE PHOTO: Workers walk at PT Coca-Cola Amatil Indonesia's factory in Cibitung, Indonesia's West Java province, February 24, 2011. REUTERS/Beawiharta

Sydney (Reuters) - Zwei Coca-Cola-Abfüller stehen vor einer weltumspannenden Fusion.

Die in Deutschland und zwölf weiteren Ländern Westeuropas aktive Coca-Cola European Partners (CCEP) will die australische Coca-Cola Amatil (CCL) schlucken, die auch in den Nachbarländern in Ozeanien aktiv ist. Die britische CCEP bietet 9,28 Milliarden australische Dollar (5,6 Milliarden Euro) für das Unternehmen aus Sydney, wie beide in der Nacht zum Montag mitteilten. Der US-Getränkeriese Coca-Cola, der 31 Prozent an CCL und 19 Prozent an CCEP hält, steht hinter der Fusion. CCEP ist mit einem Umsatz von jährlich mehr als elf Milliarden Euro bereits jetzt der weltgrößte Abfüller der schwarzen Brause und anderer Erfrischungsgetränke. Er erhofft sich von der Übernahme Größen- und Effizienzvorteile.

Es wäre die größte Firmenübernahme in Australien in diesem Jahr überhaupt. CCEP bietet den Streubesitz-Aktionären von CCL 12,75 australische Dollar für jede Aktie. Die CCL-Aktie war in der Coronakrise unter Druck gekommen. Nun setzt CCEP darauf, dass Länder wie Australien und Neuseeland schneller wieder auf Kurs kommen. CCL-Chefin Alison Watkins sprach dagegen von “wirtschaftlichen Unsicherheiten in den nächsten Jahren” mit der Gefahr weiterer Virus-Ausbrüche.

Coca-Cola soll für ein 10,8-Prozent-Aktienpaket 9,57 australische Dollar je Aktie bekommen. Über die restlichen 20 Prozent der Amerikaner werde noch verhandelt; ein Teil der Kaufsumme dafür könnte auch in Aktien bezahlt werden, erklärte CCEP. Insgesamt werde CCL damit mit rund 6,5 Milliarden Euro bewertet.

In der britischen CCEP war 2016 auch die deutsche Coca-Cola Erfrischungsgetränke GmbH aufgegangen. Das Unternehmen mit Sitz in Uxbridge bei London beschäftigt 23.300 Mitarbeiter. Die australische CCL kam in den ersten neun Monaten des Jahres mit 3000 Beschäftigten auf einen Umsatz von umgerechnet knapp zwei Milliarden Euro, das ist rund ein Viertel des Umsatzvolumens von CCEP.

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