September 21, 2011 / 2:38 PM / 8 years ago

Foster's gibt auf - SABMiller zahlt 7,4 Milliarden Euro

London (Reuters) - Der britische Bierbrauer SABMiller kann den australischen Rivalen Foster’s nach langem Gezerre doch noch schlucken.

Der Weltmarktzweite griff tiefer in die Tasche und gewann mit der Milliarden-Offerte jetzt die Zustimmung der Australier. SABMiller stockte das Gebot auf 5,10 Australische Dollar pro Aktie von zunächst 4,90 Dollar auf. “Das ist ein überzeugendes Angebot von SABMiller”, sagte Foster’s-Chairman David Crawford, der den Deal mit SABMiller-Chef Graham Mackay mit einem Bier besiegelte.

Das neue Gebot bewertet den australischen Brauer mit 9,9 Milliarden Australischen Dollar (7,4 Milliarden Euro). Insgesamt hat das Geschäft ein Volumen von 11,5 Milliarden Australischen Dollar. Die Übernahme des australischen Marktführers mit dem Brauer von Marken wie MillerLite, Peroni oder Grolsch ist der größte Zusammenschluss auf dem Biermarkt, seit InBev vor drei Jahren mit dem 52 Milliarden Dollar schweren Kauf von Anheuser-Busch zum Branchenführer aufstieg.

Die im Juni vorgelegte ursprüngliche Offerte hatte die Führung von Foster’s als erheblich zu niedrig abgelehnt. SABMiller hatte daraufhin im August den Kurs für eine feindliche Übernahme eingeschlagen und angekündigt, sich direkt an die Aktionäre zu wenden. Allerdings zierte sich der Brauriese damals noch, mehr Geld in die Hand zu nehmen.

Der Kauf solle nun in den kommenden Monaten bis zum Jahresende über die Bühne gehen, teilte SABMiller weiter mit. Bereits im ersten Jahr solle die australische Renditeperle positiv zum Ergebnis beitragen. Die Papiere des Branchenzweiten lagen in London am frühen Nachmittag rund ein Prozent im Minus.

Analysten zeigten sich überrascht von der Einigung. Da Foster’s eine der höchsten Margen in der Bierbranche habe und bislang noch eigenständig war, habe der Konzern einen Seltenheitwert. “Ich bin eine bisschen verwundert, dass das Board relativ schnell ein Angebot angenommen hat, dass nur unwesentlich höher ist”, sagte Fonds-Manager Theo Maas von Arnhem Investment Management.

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