April 15, 2013 / 8:09 AM / 5 years ago

Formel-1-Eigner bestätigt Interesse an Wettbörse Betfair

London (Reuters) - Der Formel-1-Eigner CVC hat ein Auge auf die britische Online-Wettbörse Betfair geworfen.

Es habe erste Gespräche mit den Investoren Richard Koch, Antony Ball und anderen Partnern über Betfair gegeben, die auf ein gemeinsames Angebot für den Wettanbieter hinauslaufen könnten, teilte der Finanzinvestor am Montag mit. Koch - ein Mitbegründer der internationalen Beratungsagentur LEK Consulting - hält bereits 6,5 Prozent an Betfair. Ball ist Aufsichtsrat bei der Investmentgruppe Brait.

Bereits am Wochenende hatten Medien über das Interesse von CVC Capital Partners berichtet. Die Bestätigung verhalf der Betfair-Aktie am Montag zu einem Höhenflug: Im frühen Handel lag das Papier zeitweise mehr als 16 Prozent im Plus.

Betfair zeigte sich zunächst wenig aufgeschlossen gegenüber einem möglichen Kaufangebot. Es gebe derzeit keine Klarheit darüber, ob es eine Offerte geben werde und zu welchen Konditionen, reagierte Betfair auf das CVC-Interesse. Den Anteilseignern riet das Management, Ruhe zu bewahren. “In der Zwischenzeit sind die Aktionäre dringend dazu aufgerufen, nichts zu unternehnen.” Das Management arbeite derzeit an der Umsetzung der neuen Strategie und sei davon überzeugt, dass dies den Aktionären bessere Ergebnisse bringen werde.

Die Aktien von Betfair haben in den vergangenen drei Monaten sechs Prozent an Wert zugelegt. Damit liegen sie aber immer noch fast die Hälfte unter ihrem Einstandspreis beim Börsengang 2010. Gemessen am Schlusskurs vom Freitag in Höhe von 699,5 Pence wird das Unternehmen mit umgerechnet gut 850 Millionen Euro bewertet.

Betfair zählt zu den weltweit größten Online-Börsen für Sportwetten. In Großbritannien hat das Unternehmen in den vergangenen Monaten allerdings im hart umkämpften Markt Marktanteile verloren. Um die Unsicherheit für ihre Investoren zu verringern, will sich die Firma aus Märkten zurückziehen, wo es zu große Probleme mit Lizenzen und Steuern sieht. Dazu zählen Deutschland und Griechenland.

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